Tingelleben an der Süd-Algarve

oder von Praia Grande nach Ingrina

bis 15.11

So wie das Wetter draußen seine Kapriolen schlägt vom herrlich blauen Himmel zu dunkelschwarzen Wolken dümpelt meine Stimmung. Das ganze Wahldebakel beschäftigt mich. Lege ich doch so viel Hoffnung in den Gewinn von Trump, was für mich der Wiedergewinn unserer Freiheit bedeutet. Ich möchte nicht in einem Kommunismus wie in China mit Totalüberwachung aufwachen, in dem der Einzelne keine persönliche Freiheit mehr hat, sondern alles untergeordnet unter dem Willen einiger weniger passieren soll. Für mich ist das Horror pur.

Ich möchte nicht zwangsgeimpft werden für eine Krankheit, die mit fraglichen Tests hochgehalten wird. Sinngemäß höre ich ja, das Schlimme an der Krankheit ist, das man sie nicht sieht und merkt (symptomlos). Hallo werden wir hier nicht wahnsinnig ver….scht!
Ich möchte in einer freien Welt leben in der der einzelne durch sein eigenes Engagement sein Leben selbstverantwortlich lebt und nicht reduziert wird auf Kleinkindniveau, das man nach hier und dort erziehen darf. Nein danke, das ist nicht die Welt in der ich leben will.

Sind wir denn alle schon so hirngewaschen, dass wir nicht mehr merken wie wir zu Zombies hinter dem Lappen vor dem Mund werden, die sich ducken, kuschen, Angst haben und abnicken, nur um irgendwie zu überleben. Ich nehme mich da nicht aus. Habe ich mich doch auch hier nach Portugal verzogen um diesen Lockdowns auszukommen. Witzigerweise stände ich ja in Deutschland wieder irgendwo, zumindest nicht auf meinem Camp, das natürlich geschlossen hat. Hier in Portugal ist es einfacher.

Ja, ich selber trauere auch ein bißchen meinen schönem Reiseblog hinterher. Unbeschwert durch die Gegend gondeln geht gerade nicht, da hat mich das Weltgeschehen viel zu sehr im Griff. Meine Fingerchen flitzen nicht so mühelos über die Tasten, wenn ich einfach nur über Portugal, meine Plätze, die Natur schreiben will.

 

Trotzdem, ich bin mit dem Radl von hier noch dort unterwegs, erklimme Hügel und schau in die Weite, stehe auf meinem Schlechtwetterplatz am Praia Grande und dann in Ingrina oben am Berg. Meine sonstigen schönen Plätze an der Algarve sind nicht mehr möglich. Stein- und Erdwälle verhindern ein Durchkommen und es wird mir immer klarer, das die Algarve für uns Womos schwieriger wird. Eng zusammengepfercht irgendwo auf den Stellplätzen, darauf habe ich nicht so viel Lust. Und so gondele ich umeinander und spüre, das die Womozeit an der Süd- Algarve endet. Ich werde wohl ein bißchen mehr im Hinterland herumgurken, bei Seen in der Sierra im Alentejo. ( Wobei ich noch nicht am östlichen Teil der Südalgarve war).

 

 

 

 

 

 

 

Bei meinen Radltouren gibt es in kleinen Cafes Galo und Toast oder diese leckeren Pastetchen. Manche laufen auch draußen mit der Maske herum. Es ist noch nicht Pflicht, solange man den Abstand wahren kann. Da ich einen Brief zur Post bringen muß, lande ich mit dem Radl in Albufeirra unten in der Altstadt. Es erinnert mich fast ein wenig an Marokko, fast wie der Eingang zum Souk, fast. Steil hinunter und steil wieder hinauf. Gottseidank habe ich E !!! Es dauert bis ich die Post finde. Mein Weg zurück ist nochmal so 12 Kilomenter und so halte ich mich nicht in der Altstadt auf, obwohl sie einlädt zu einem Besuch bei den kleinen Läden in den steilen Gassen. Das aber besser ohne Radl.

Auf meinen kleinen Kraxeltouren rieche ich wieder diese gesunden Zistrosen mit ihren klebrig glänzenden Blättern. Nicht ganz so intensiv wie im Frühjahr, wo die Blüten rauskommen und die Hügel in ein weit duftendes Land tauchen. Die Wege sind ein bißchen glitschlig vom vielen Regen und trotzdem leuchtet das Meer dunkelblau, wenn die Sonne drauf scheint.

 

 

 

 

Dann höre ich wieder gute, kluge Beiträge von Menschen, die sich schon lange Gedanken machen und ich bin im Weltgeschehen. Ich habe das noch nie so in meinem Leben erlebt, kann und will mich dem auch gar nicht entziehen.
Wir stehen so an einem Wendepunkt, der in Kurzform heißt:

Freie Welt oder globaler Kommunismus, Dritter Weltkrieg oder Weltfrieden.
In gewisser Weise ordne ich mein kleines  gemütliches Tingelleben dieser großen Frage unter.

Und je mehr ich von diesem ganzen Weltgeschehen verstehe, desto besser kann ich meine „Schlupfwinkel“ finden. Das ist mein Muster mit Krisensituationen umzugehen. Mein Verstand läuft auf Hochtouren und immer mehr merke ich das da noch viel größere Kräfte am Werk sind. Es ist viel weltenumspannender als ich dachte.

 

 

 

 

Es ist wie ein Spagat, den ich gerade mache – hochkonzentriert die Situation verstehen und dann wieder loslassen, atmen, da sein und den Wellen zuhören. Was für ein Glück habe ich, dass mein Pistenkrabbler mein Zuhause ist. Tief innen sagt es Danke in mir. Wie oft habe ich schon gedacht, das ich doch ein Glückskind bin.

 

Und auch wenn die Wellen des Zweifels manchmal ganz schön heftig sind, so ist in mir trotz allem eine tiefe Gewissheit, dass es diesen dritten Weltkrieg nicht geben wird. Trump wird siegen, die Korruption und Wahlmanipulation wird offengelegt, die schlimmen Taten kommen ans Tageslicht und machen Platz für eine neue Welt, die sich eben nicht nur durch Gewalt, Macht und Krieg auf Kosten der Bevölkerung definiert, sondern durch Werte von Achtsamkeit, Aufrichtigkeit, Bewußtsein, Liebe und Wohlwollen.

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