Foum Draa oder – die Draa-Mündung

und weiter zu einer Oase im Irgendwo

9.1.

Nicht weit hinter Tan-Tan, das mit seinen großen weißen Kamelen grüßt, biegt die kleine Straße zur Draa-Mündung ab. Früher standen hier viele Womos und ich irgendwo dazwischen. Jetzt ist es ausdrücklich verboten und Betontreppen führen hinunter an den Strand, zur Mündung . Wild schäumt das Meer und blau leuchtet die Draa im hellen Sand. Ich wandere umeinander und erinnere mich an einige Felsformationen die so markant herausragen. Der Wind weht ein paar große weiße Wolken her, die mal eine Wolkendecke bildet und wieder aufreisst. Regnen wird es hier aber nicht, ich bin der Wüste!

 

 

 

 

Und deshalb wird eine Tankstelle mit Waschstation angesteuert. Für 5 Euro wird Pistenkrabbler blitz-blank geputzt. Es wurde auch Zeit. Zu zweit arbeiten sie und einer steht auf der Motorhaube, damit er auch das Dach abspritzen kann. Die Radkästen, der Boden, die Fahrradabdeckung,- alles wird sorgsam vom Sand und Staub befreit. So Brummeli jetzt kannst du dich wieder sehen lassen. Ich hatte ja schon ein ausgiebiges heisses Bad! Man will ja nicht dreckert in der Westsahara ankommen.

 

 

 

 

Mein Übernachtungsplatz ist eine Oase im Irgendwo. Dieses Irgendwo, genannt Oase Quin Madkour biegt von der Tilemsen-Straße ab. Ein nicht begehbares weißes Marabout oder ähnliches steht markant auf einem Hügel. Unten im Tal, zwischen den braunen Bergen die Oase. Ein beliebter Picknickplatz am Wasser. Noch weiter hinten um den Hügel herum stehen weitere Palmen, die mich einladen zu bleiben.
Ich stelle Brummeli hin und erforsche ein bißchen die Gegend. Die Piste führt sehr holprig weiter zwischen den Bergen auf die Straße nach Tan-Tan. Vorne am Marabout wird eine große Straße gebaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

In meinem eigenen kleinen Palmental genieße ich die Abendsonne, bevor sich Wolken davor schieben. Ich lese ein bißerl in meinem Pistenbuch und bin mal neugierig, welche ich mich traue. Kleine, also kürzere ja, große lange, da bin ich mir noch nicht sicher. Mein Bauchgefühl wird mich leiten.

 

Ich lass mir noch etwas Zeit, denn in die Westsahara fahre ich nur auf richtiger Straße.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.