Robben, Sonne und Robin Hood Bay…

P1000210oder hinein in den Marlbourough-Sound

25.1.

Ob es wohl meine Robbenkolonie noch gibt, frage ich mich in der Früh. Nach dem Kaffee mache ich mich auf den Weg am Strand entlang.

Es ist windig, schwülwarm und die Sonne lugt immer wieder zwischen Wolken hervor. In der Ferne sehe ich die weissen spitzigen Felsen. Und dann sind sie da …. liegen faul, nein nicht faul sondern müde von ihrer Jagerei im Sand und auf den Steinen. „Hallo Robbe, ich bin wieder da. „Na, wo kommst du denn her? Lange nicht mehr gesehen“ brummt er in seinen Bart und schaut prüfend zu mir hinüber, blinzelt und schließt seine Augen. Sein Sohn neben ihm kratzt sich verlegen das Fell.

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Dann schauen auch die anderen herüber. Vorsichtig schleiche ich mich ein bißchen näher heran. Mache ein paar Fotos und versuche mich an einem Video …. ich wackel fürchterlich, denn es ist windig und gar nicht so einfach die Kamera ruhig zu halten. Das lerne ich noch. Ich schau ihnen zu, wie sie vollkommen entspannt im Sand liegen. Ich darf sogar ein bißchen näher kommen, ohne dass sie ins Wasser flüchten. Hinter den Felsen liegen noch mehr herum, satt und zufrieden in ihrem Sandbettchen.
P1000228Es ist ein besonderer Platz hier, denn eine ihrer Vorfahren ist hier vor vielen tausend Jahren zu Stein geworden und immer wieder kommen sie hier zusammen, zu seinen Ehren oder erneuern das Gelöbniss, sorgsam und achtsam durch die Meere zu streifen und Touris willkommen zu heißen! Danke!

 

 

P1000221 P1000217Zurück erzähle ich mich meinen Kiwinachbarn von der Robbenkolonie. Die kennt er noch nicht. Er wundert sich, daß ich diesen Campplatz gefunden habe, denn dies ist ein Platz für Clubmitglieder des neuseeländischen Caravan und Motorhome Club. Dann erzählt er mir noch eine Krokodilgeschichte von Australien. Ein Radlfahrer campt am Strand mit einem kleinen Zelt. In der Nacht kommt ein großes Seekrokodil, zerrt ihn ins Wasser und frißt ihn auf. Er war nie wieder gesehen. New Zealand is safe, no wild animals, no poison spiders and crocodiles. Wir lachen. Ich wußte nicht, daß es Seekrokodile gibt und er macht sich auf den Weg zu den Robben, von denen er nichts wußte.
P1000231Zurück auf der S1 wird getankt und an der nächsten Picnic-Areea gibt es Internetempfang. Ich lade das Geschreibsel von gestern hoch und mache mich dann über die Redwoodroad – einem kleinern Pass durch die braunen Berge hinüber nach Blenheim. Hier hole ich mir schon mal die Infos über die Molesworth-Road und rolle weiter Richtung Rarangi auf der kleinen, kurvigen Bergstraße Underportroad zur Robin Hood Bay.

 
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Die Bootshaut wird schon mal ausgebreitet und der Sitz wieder zusammen montiert, so daß es morgen einen ersten Bootstag geben kann.
Ein kleines Abendfresschen – ein Glas Vino – Mückenschutz auf die Haut und beim Dunkelwerden krieche ich in meine kleine Koje, satt und zufrieden wie die Robben im Sand.
GPS: S 41°21′ 20“ E 174° 04′ 22“

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