Zwischen Algarvefelsen und Baumplatz

oder von der Macchia zu Freunden, Sandstrand und Menschleins um mich herum

1.-5.1.22


Die Tage verinnen – die Zeit tickt weiter und weiter, die Sonne geht auf und unter.

Es ist so schön hier auf meinem Alje-Platz mit dem Baum und der untergehenden Sonne. So bleibe ich noch einen Tag und noch einen Tag. Viel zum Erzählen gibt es nicht. Nicht wirklich etwas Neues, das geteilt werden will. Und so bleibt der Blog ruhig. Keine Böller, keine Knaller, ein ruhiger Jahreswechsel und noch ruhigere Tage danach. Die Sonne scheint – es ist warm.

Briefe wollen geschrieben sein und Worte am Telefon gewechselt. Immer wieder eine neue Melodie, die sich entfaltet, um dann wieder in der Weite auszuklingen. Dazwischen meine Krüppelgewächse, das Meer und die Sonne. Mehr brauche ich nicht.

 

 

 

 

Die Algarvefelsen rufen und eine herrliche Morgenwanderung bei Ebbe zu Steinen, die in der Sonne leuchten. Gespräche mit Menschleins am Felsenrand und immer wieder neue Bilder, die sich vor mir auftun.

 

 

 

 

 

In der deutschen Alltagswelt gehen die Menschen auch hinaus und es sind so viele. Und nicht nur in Deutschland, weltweit gehen die Menschen auf die Straße. Das Narrativ, die Erzählung brökelt und der Untergang läßt sich nicht mehr aufhalten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Vertrauen in die da oben so brökelt, das es zerfällt und keine Sicherheit mehr bietet.

Vielleicht müssen wir Menschen wieder neu lernen und erfahren das Leben ansich unsicher ist. Vielleicht müssen wir Menschen wieder neu lernen, das Leben nur aus unserer eigenen Verantwortung uns selbst gegenüber gelebt werden kann und wir für das Sosein des Lebens keine Garantien, keine Sicherheiten hinterlegen können.

 

 

 

 

Leben ist eine unsichere Sache, aber wird es nicht dadurch auch spannend?

Natürlich kann ich hier draußen herrlich meinen Gedanken nachgehen, während draußen vielleicht eine junge Mutter versucht in dem Chaos der Bestimmungen ein Stück Selbstbestimmung aufrecht zu erhalten.

Da nützt dann erstmal keine Philosophie, sondern nur praktisches klares vorrausschauendes Denken und die vielen, vielen Mitstreiter. Leben verlangt diesen Menschen, die unter den Druck der drohenden Impfpflicht gelangen so viel ab.  Letztlich müssen sie sich selbst die Frage stellen, was ist mir wirklich wichtig im Leben?

 

 

 

 

 

Ich, jetzt schon älter, habe es da einfacher. Viel Gelebtes liegt hinter mir und die Zeit vor mir ist kürzer geworden. Ich stelle mir auch die Frage nach dem wirklich Wichtigen, kann auf anderen Ebenen wandern, weil das ganz praktisch Reale nicht so vordergründig ist, als bei denen, die genau das gerade aufbauen, sichern wollen und auf eine sorgenfreie Zukunft hoffen.

 

 

 

 

 

Ich habe Zeit und Muße mich in inneren Welten herumzutummeln, mich den Dingen hinter den Dingen zuzuwenden. Und das tue ich liebend gerne. Eintauchen in eine Welt, die nicht nur aus Zahlen, Ecken und Kanten besteht sondern aus einem fließendem Irgendwas oder einer herrlichen Nixlandschaft.

Da bin ich in meinem Element. Der Horzizont verbindet sich mit dem Meer und die Sonne schickt ihre wärmenden Strahlen hinunter. Dann ist die Welt in Ordnung, so wie sie ist.

 

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