Nahe am Lac Iriki vor den „richtigen“ Sandpisten

oder ein Feuerchen im Irgendwo

 

7.12.

 

Die Sonne noch hinter ein paar Schleiern leuchtet goldgelb zu mir herein. Vor mir Minisandhügelchen mit den Mustern des Windes. Neben mir der große Tafelberg und hinter mir die Weite mit der Piste ganz zum „See“ Lac Iriki, der natürlich nur ein trockenes Stück Land ist. So weit komme ich aber nicht. Die Piste wird mir zu sandig. Also bleibe ich vielleicht so 10 Kilometer davor auf einem kleinen Plateau stehen in der großen Weite des Nix.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier ist es gut, hier bleibe ich nach so 50 Kilometer Rumpellei. Mal mehr mal weniger, mal Waschbrettgerumpel und dann wieder Steine, mal schnurriger dunkler Feinkies und ein paar Queds. Ja, 2019 war ich auch schon mal hier. Ein paar Akazien und dann wieder nix. Viele Pisten führen zum See.

Welche ich gefahren bin, weiß ich nicht mehr. Auch damals blieb ich vor dem großen Sand stehen. Mein Respekt vor Stecken-bleiben ist zu groß. An der „Nadel“, dieser markanten Felsformation fahre ich weit vorbei und auch das Militärhäuschen oben auf dem Berg lasse ich hinter mir. Noch über einen kleinen Hügel und dann bin ich da.

 

 

 

 

 

Heute abend gibts Feuerchen, ein Kleines, denn viel Holz ist nicht zu finden. Eine Kuhle im Sand, ein Stühlchen davor und noch ein paar Teelichter als Wegweiser. Ich baue mir mein romantisches Nest und schaue ins flackernde Licht. Die Sterne am Himmel werden mehr und Wüstenzauber breitet sich aus. Das Feuer wärmt und die Stille umhüllt mich wie eine Zudecke. Nur Mond, Sternenlicht und mein flackerndes Feuerchen, Sand, Kies und der große dunkle Berg. So liebe ich das.

 

 

 

 

 

Ein toller Platz, aber von denen gibt es viele hier!