Weihnachtsgeschwurbel und Regentropfen

oder die mutigen Sparziergänger und Demo-Menschleins


24.12.

Wieder laufen über whatsapp die Weihnachtsmännchen umeinander und klingeln ihre guten Wünsche durch den Äther. Es ist so einfach geworden einen schnellen Gruß zu senden. Lieb gemeint oder überhaupt gemeint?

Ist es nur Pflichterfüllung, Erfüllung der Norm oder ist es wirklich so gemeint? Wieviel Zeit nehme ich mir für den Menschen? Einfache Floskel oder aufrichtig gemeintes Wohlwollen. Manchmal kann man das schwer unterscheiden.

Ich bin im letzten Jahr noch sehr viel hellhöriger geworden und mir fallen die allgemeinen Weihnachtswünsche immer schwerer. War ich schon vorher eher Weihnachtsgrußmuffel, so bin ich es jetzt noch viel mehr. Und selbst hier auf dem Blog fallen mir keine passenden Worte ein.

 

 

 

 

 

Ich bin still geworden hier draußen in meiner kleinen Eremitage hoch über dem Meer. Nach den Begegnungen mit lieben Menschen, kehre ich zurück zu der Begegnung mit mir, mit meinem Sosein. Nix spektakuläres, nix zum erzählen. Ich lausche der Regentrommel, dem anrollenden Meer und schau zum Licht, das auch durch die dunkelsten Wolken schimmert. Zeit das es Tag wird, Zeit für eine helle strahlende Sonne.

 

Die Menschleins draußen weltweit gehen hinaus und verkünden ihre Wahrheit. Ganz simpel – laßt uns Mensch sein, laßt uns unsere eigene Verantwortung und versucht nicht uns alle gleich zu machen.

Wir Menschen sind Individualisten. Wir Menschen sind eigenverantwortlich. Wir Menschen sind schon erwachsen und können selber Entscheidungen treffen, selber für unser Leben sorgen. Wir Menschen wollen die Wahrheit und keine Lügen, wir wollen nicht an der Nase herumgeführt werden und mit falschen Moralitäten gegängelt.

Es ist ein Irrsin zu glauben, das man die Verantwortung für andere erwachsene Menschen übernehmen könnte. Es ist nicht nur Irrsinn, sondern Hybris.

Ein Akt der Liebe jedem Einzelnem seine Verantwortung zu lassen, sich nicht einzumischen, es besser wissen zu wollen und zu beurteilen. Ein Akt der Liebe die Menschen sein zu lassen, was sie sind, wer sie sind und sie darin  zu achten.

 

 

 

 

So werde ich ruhige und stillere Tage hier draußen verbringen, wohlwissend das in den Städten die Menschleins für unser aller Wohl auf die Straße gehen. Es ist ein großes Geschenk was diese für uns – für mich tun. Und in Gedanken begleite ich sie und wünsche ihnen allen ganz viel Gutes und hoffe, das sie nicht verprügelt werden für ihre Wahrheit, unsere Wahrheit, für ihren Mut aufzustehen und zu rufen: schaut der Kaiser ist nackt.

Ganz ganz viel Glück euch allen da draußen!

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