Vogelochester und Sydney’s Opera

oder „The Great River Walk“

5.November

Ich höre den Hügeln zu und wandere ein wenig den Neapan River entlang, „the great River Walk“. Australische Eukas, viel Grün und rauschendes Wasser, dazu das kehlige Rufen der unterschiedlichsten Vögel. Ein Pelikan, ist das ein Pelikan?, der seelenruhig sein Gefieder putzt ….

 

 

Ich liebe diesen Singsang der Vögeln, die so anders ausschauen und selbst hier so nahe an Sydney zutraulicher sind. Der weiße Große im Geäst lässt sich weder von mir noch von dem grünen kleinen Frechling aus seiner Ruhe bringen. Der schwirrt aufgeregt flatternd um ihn herum, fliegt ihn an, piekst ihn und er lässt es einfach geschehen. Er ist so ruhig, daß ich kurz denke, ob er wohl echt ist. Auch als ich näher komme, fliegt er nicht weg, schaut nur aus seinen großen Uhuaugen, Gelassenheit pur!

 

 

 

 

 

 

Schade, dass das Wetter so regnerisch ist, so wird mein great River Walk zu einem small River Walk, ein allererstes Eintauchen in die Natur. Davon werde ich bald so viel mehr haben.

Noch ist Großstadtzeit, ein bisserl was will ich doch sehen. Also fahre ich mit S Bahn nach Sydney und parke das Auto in Seven Hills, kostenlos. Parken in Sydney ist teuer und nicht einfach und der Stellplatz und Campingplatz noch teuerer. Da bleibe ich lieber außerhalb und fahre mit der S Bahn, die natürlich hier anders heißt. Mit der „Opal Karte“, die man mit Geld auflädt, ist das recht einfach. Ich hatte sie mir schon im Vorfeld bei Mojo Knows besorgt und konnte so schon vom Flughafen in die Stadt fahren.

Mit Regenjacke und stehe ich eine dreiviertel Stunde später am Hafen von Sydney.
Das ist sie also, die berühmte Opera mit ihrer eigenwilligen Konstruktion. Ein schöner blauer Himmel ließ sie sicherlich imposanter erscheinen.

Eine Hafentour dauert mir mit zwei Stunden zu lange und Dienstag ist schönes Wetter angesagt, da macht es mehr Spaß. Also wandere ich so am Wasser entlang. Die Skyline mal vor mir, mal neben mir, ein großer „Pott“ der vor Anker liegt und kleine Hafenboote, die dazwischen wuseln. Ein alter Zweimaster und viele Touris, die umeinander laufen.
Mit einem großen Cappuccino in der Hand schaue ich ein wenig dem Treiben zu.

 

Ich staune noch immer, daß ich mich überhaupt nicht fremd fühle. Die Vögel klingen wie in Neuseeland, die Skyline ist auch wie in Auckland oder Amerika oder auch Bangkog – Großstadt eben und das Grün könnte auch bei uns so sein. Also noch nix Exotisches.

Oben auf der großen Hafenbrücke, der ganze Stolz der Australier, ganz klein ein paar Menschleins, die den Weg hinauf geklettert sind. Die Aussicht von dort soll fantastisch sein.

Ein kühler Wind fegt mir um die Ohren, nein das ist kein Kletterwetter. Mit ein paar Prospekten im Rucksack trete ich um fünf wieder meine Rückfahrt an und bin um halbsieben an meinem Übernachtungsplatz, ein Parkplatz in den Blue Mountains. Bei dem Wetter müssten sie eigentlich Grey Mountains heißen und dementsprechend ist kein Mensch hier. Ein Weg führt hinunter zu einem kleinen natürlichen Pool, den werde ich morgen erforschen.

Ich verzupf mich nach innen und schreibe noch die Einkaufs – und to do Liste für morgen. So einiges will noch organisiert und eingekauft werden. Wichtig ist mir die Mitgliedschaft beim hiesigen ADAC, sicher ist sicher. Und nach einem feinen Abendfresschen verkrümmel ich mich ins Bettchen.

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