Verschlungene Wege bei Almudevar und Tardienta

oder Windräder, Pisten und ein Gefühl der Unendlichkeit in der Sierra Alcubierre

24.3.

Mein schlaues Pistenbuch hat noch zwei Schmankerls für mich heute. Da gibt es oberhalb des Stausees Embalse de Sotonora den Windpark, zu dem man hinauffahren kann und dann weiter Richtung Almudevar über eine schöne weite Schotterpiste.

Ein kleiner kurzer, steiler und steiniger Pfad hinauf. Dann bin ich oben auf breiter Piste. Brummeli nimmts gelassen und ich bin mal wieder froh über mein zuschaltbares Allrad. Es wäre vielleicht auch ohne gegangen, aber mit fühle ich mich sicherer. Der Weg führt von Windrad zu Windrad, die sich leise schnaubend im Wind drehen. Sie sind schon gigantisch, wenn man direkt davor steht.

 

 

 

 

Der Stausee schimmert tükisblau zu mir herauf und ist gut gefüllt. Von hier oben kann ich Lagerplätze entdecken, die sicherlich nicht immer zugänglich sind. Jetzt um diese Zeit ist die Schranke offen. Ich rolle weiter bis zu dem alten, verfallenen Turm, den ich von unten schon gesehen hatte. Denn im Prinzip fahre ich die Landstrasse, die ich vorher in die einer Richtung gefahren bin jetzt wieder auf der Piste zurück.

 

 

 

 

In Almudevar einem kleinen Ort mit sehr schmaler Durchfahrt finde ich den Weg aussen rum. Oben am Berg thront wieder eine alte Kirche Senora de Irgendwas, die ich im wahrsten Sinne des Wortes links liegen lasse. Mein Weg führt nur ein paar Kilometer weiter über die Straße hin zur nächsten Piste, genannt Wüstenfeeling. Da gibt es in der Mitte einen Lagerplatz, beschreibt mir mein schlaues Buch. Ein Platz im Irgendwo, den ich anpeile.

 

 

 

 

Die Ermita Santa de Quirera will noch angeguckt sein. Eine kleine Felsenhütte auf einem Hügel. Hier wurde gebetet und meditiert bevor die Windräder kamen. Die Kirche selbst ist ziemlich zugewachesen. Man schaut in die zerklüftete Landschaft, durch die sich das kleine Sträßchen Richtung Windpark Tardienta schlängelt. Da muß ich hin und hinauf.

 

 

 

 

 

Wieder geht es ein bißchen steil den Schotterweg hinauf, bevor ich auf breiter Piste zwischen den Windrädern entlang rolle.

Irgendwo führt dann ein schmaler Feldweg links hinunter ins Tal. Es ist immer wieder ein bißchen abenteuerlich. Ich komme vorbei an einem kleinen Tümpel auf sandigem Weg, bevor ich die Ruinen entdecke, an denen man stehen kann. Es ist eben und schön, aber die Windräder sind nicht sehr weit weg und ihr gleichmäßiges Brummen ist mir doch ein wenig zu nah.

 

 

 

 

Also erforsche ich zu Fuß, ob es nicht was besseres gibt. Das gibt es ein paar hundert Meter weiter um die Ecke hinter dem kleinen Hügel. Es ist ein alter verfallener Weg, der da hinauf führt. Brummeli holpert hoch und da stehe ich in der Weite dieses Irgendwos und fühle mich mal wieder super geborgen.

Mein Nomaden und Wildnisherz schwelgt.

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