Die Torrolones bei Alberuela de Tubo

oder ein letzter schöner Pistentag beim Embalse del Torrolon

25.3.

Noch ein herrlicher Pistentag in der Unendlichkeit dieses Irgendwos, dann muß ich aber wirklich zurück in die Zivilisation. Auf meinem Weg will ich noch Claudia und Willio besuchen, die sich schon so riesig freuen.

 

Aus vollerm Herzen genieße ich diese Tour, die mich auf kleinen Pfaden durch die Sierra de Alcubierre führt. Verlassene und verfallene Häuser und fast verlassene und wenig befahrene Piste. So schaut sie aus und ich bin mal wieder froh um mein Allrad.

 

 

 

 

Sehr konzentriert fahre ich die schwierigen Stellen, an denen Brummeli genau auf einer Spur bleiben muß, um nicht in tiefe Furchen abzurutschen. Vorher schaue mir das Ganze in Ruhe an, um zu entscheiden, wie ich fahre. Und Brummeli, „natürlich kann ich das“, sagt er und rutscht kein einziges Mal, zieht behutsam seine Bahn und krabbelt die Piste rauf und runter. Er hat seinen Namen zu Recht, Brummeli II der Pistenkrabbler!

 

 

 

 

Es ist schon ein Abenteuer der bersonderen Art, eine Herausforderung, die mich reizt und jedes Mal lerne ich wieder was dazu. Dieses Glücksgefühl, in diese wenig bewohnte Landschaft einzutauchen, mich in ihr zu bewegen und auf Pfaden dahin zu rollen, koste ich jede Sekunde aus und ziehe es in die Länge, so weit wie es geht.

 

 

 

 

 

Beim Wegweiser El Seral ist diese Piste, genannt Wüstenfeeling zu Ende und ich schnurre noch 50 km weiter zur Nächsten in der Nähe von Marcen.
Da sind die roten Torrolones, diese roten markanten Felsen, die vor Jahrmillionen aus den Pyrenäenflüssen entstanden sind., die längst versiegt sind. Sie lagerten Sandstein, Ton und Lehm ab und die Erosion ließ das härteste Gestein übrig. Ein Teil der Piste ist gesperrt, der asphaltierte Teil am Kanal entlang. Also fahre ich gleich den großen breiten geschotterten Weg, am kleinen Stausee vorbei. Ich suche schon ein Platzerl für mich hier irgendwo bei den Steinen.

 

 

 

 

Viele kleine Wege wander ich ab, ob es da nicht was für mich gibt. Und so rolle ich kreuz und quer durch die Landschaft, hoch hinauf zu den Felsen und wieder hinunter, vorbei an den frisch angepflanzten Maisfeldern und den riesigen Farmhäusern.

In der Ferne liegen kleinen Dörfer hoch oben an einem Felsenklotz und hinter Alberuela de Tubo komme ich nun doch auf die gesperrte Strasse. Alles wieder zurück, möchte ich nicht, also los. Nur ein Auto vom E-Werk am Stausee kommt mir entgegen und grüßt. Ich lächele freundlich zurück.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe zwar schon Plätze gesehen, die aber nicht prickelnd sind und einen Weg gibt es noch. Siehe da, ein kleiner Fußmarsch und der schönste Sonnenaufgangsplatz wartet auf mich. Brummeli schnurrt auf diesen verlassenen Weg mit seinen duftenden ´Rosmarin und Thymian und gelbblühender Ginster. Neben mir eine alte Ruine, hinter mir die roten Felsen und ein fast zugewachsener Weg. Da kann ich mitten drauf stehen bleiben, da kommt keiner.

 

 

 

 

Und so geht meine Pistenzeit für eine Weile zu Ende. Pistenkrabbler hat mir gezeigt, was er kann. Auch wenn es innen manchmal fürchterlich wackelt, steht und rollt er fest auf seinen vier Füßen mit den „Bergschuhen“ . Was für eine herrliche Zeit und wieviel unberührte Landschaft gibt es im Hinterland von Spanien, in der mein Seelchen schwelgen kann. Wetterchen hat mitgespielt – in mir ein riesengroßes Danke an diese wunderbare Zeit!

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