Ungefähr 900 km in zwei Tagen bis hinter Bordeaux

oder erst bummeln und dann sausen…

22.-23.5.

Und ich düse und düse im Sauseschritt und bring die Liebe mit von meinem Himmelsritt…
Da gab es doch irgendwann mal vor vielen Jahren diesen Song. Gestern noch eher gebummelt dafür heute gesaust. Das wäre die Kurzform. Von meinem versteckten Feldplatz rolle ich weiter und peile einen Platz an einer alten Eremitage hinter Bourgos an. Kleine Straßen durch verlassen wirkende Dörfer und dann irgendeine N Straße durch ewig weite Feldlandschaft. Nur Laster, Transporter und ein paar PKWs. Meistens bin ich allein auf der Straße.Dir wenigen Menschen, die ich sehe gehen mit gebeugten Köpfen und manchmal sogar irgendwo in der Natur mit Mundschutz.

Ich biege irgendwann vor Bourgos ab in eine leicht hügelige Landschaft und entdecke den Feldweg hinauf und ist ein herrliches Mohnblumen Platzerl für mich. Es ist heiß, trotz Wind. So gibt es nur eine kleine Runde, bevor ich mich anderen Themen widme.

 

 

 

 

Soll ich meinen Zeitplan einhalten am Mittwochabend nähe Kassel zu sein. Viel spricht dafür, die lange Fahrerei dagegen. Ich bin früh wach, fahr früh los und bin spät an meinem Platz nähe Bordeaux. Ein kleiner Anglersee. Die Einfahrt nach Frankreich ist einfach, nur die Frage wo ich herkomme und wie lange ich in Portugal war. Ein leichtes Lächeln, denn die Beamtin trägt keinen Mundschutz und verabschiedet sich mit Bon Voyage. Es scheint einfacher hier zu sein. Mehr Menschen unterwegs und auch beim Tanken brauche ich keinen Mundschutz. Das ist doch schon was. Man redet auch wieder miteinander. Gefühlt könnte ich durch das Land gurken und keiner sagt was.
An meinem Anglersee sind einige Fischer, einfache Kastenwägen und zwei Zelte. Ich glaube, die sind alle froh dass sie endlich wieder raus dürfen. Und nach social distancing sieht es nicht wirklich aus, jedenfalls nicht hier an diesem kleinen See draußen in der Natur.

 

 

 

 

Ich wandere einmal fast drumrum, muß aber umdrehen. Der Weg wird zum Trampelpfad, dornig und endet im Sumpf. Nach dem vielen Sitzen tut das rumlaufen gut. Mit einem Glas Vino beschließe ich den Abend und was es zu Corona zu sagen gibt, das schreibe ich morgen. Und dann muß ich doch noch 17km weiter fahren zu einem Miniteich. Viele junge Leute kamen und fingen das Feiern an! Da war mir klar, hier werde ich lang nicht einschlafen können.

Also ein paar Kilometer weiter zu einem Miniteich, nahe einer kaum befahrenen Ministraße. Bevor es richtig dunkel ist stehe ich schon wieder da. Geht doch!

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