Schwarze Lava am Barranca Mulion

oder Vulkanwanderung, eine versteinerte Stadt und der fast heilige Gral…

15.11.

Unter meinem kleinen Sonnenschirm in heisser Sonne vor dem Meer, das gemütlich an die Felsen klatscht. Es ist kaum Wind. Der Morgen ist schon etwas weiter fortgeschritten, die Sonne majestätisch dem Meer entstiegen und der Himmel von dunkelrot zu strahlendem Gelb gewandert und ich inmitten der schwarzen Lavasteine. Kein Mensch weit und breit. Fast wie ein riesengroßer Gral dieses Stückchen Land.

 

 

 

 

 

Bei meiner Küstenwanderung hatte ich es von Ferne gesehen und mir schon gedacht, ob es da wohl eine machbare Zufahrt gibt. Und sie war einfacher. Ein paar steinige Passagen, aber nicht wirklich abgebrochene Piste. Und so komme ich abends nach „getaner Arbeit“ hier an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vulkanwanderung stand heute auf meiner Erforschungsliste, der Montana Tinaguache. Ich fang mal mit einem Kleineren an, denke ich mir. Die beiden Kegel riefen, komm hoch! Brummeli parkt am Straßenrand und wartet geduldig in der Sonne. Feste Schuhe und los gehts. Die Wanderstöcke leisten gute Unterstützung vor allem beim runtergehen.

 

 

 

 

 

Erstmal steil nach oben , zwischen einzelenen Lavasteinen hindurch, die kleine Höhlen bilden oder Trittstufen. Oben ein herrlicher Weitblick. Die weißen Dörfer, die rauchenden Schlote von Arrecife, die drei Windräder und die vielen, vielen Vulkanberge. Umfriedete Felder, in denen auf guter Erde im Windschatten kleine grüne Pflänzchen wachsen können. Schlierenwolken und ein angenehmer Wind begleiten mich.

Oben treffe ich die junge Frau wieder, der ich das Pflaster gegeben hatte. Ein kleiner Ratsch, bevor sie hinunter geht und ich am Kraterrand weiter zur anderen Seite, wo sie hergekommen war. In steilen Serpentinen geht es wieder hinunter.

 

 

 

 

 

Die „versteinerte Stadt“. will auch angeguckt sein. Felsformationen, die wie die Reste einer längst vergangen Zivilisation erscheinen. Das Tor, dahinter die Mauern und verhuschte Steinwesen, die einst das Land bevölkerten. Was haben sie wohl gedacht, wie gelebt und warum wurden sie zu Steinen? Eine Runde Quadfahrer düst über die staubige Piste und der Wind verweht die Antworten.

 

 

 

 

 

Mein angedachter Platz ist schön, auch gut erreichbar, aber nicht für den Empfang von Internet und Co. Da weiß ich doch noch etwas anderes. Ein paar Kilometer zurück und dann über Piste in die Walachei.

An den Stränden vorher sehe ich von weiten schon ein paar Womos stehen mit Sonnendach. Dazu stellen? Nein, noch ein bißchen weiter und dann lande ich hier in meinem Gral mit Brandung und tollem Weitblick. Einfach in die Mitte stellen auf dem kleinen erdigen Rund. Ist es so leer, weil man hier nicht gleich schwimmen kann und die teils steinige Piste für manche dann doch nicht attraktiv ist?

 

Noch immer bin ich fasziniert, wie einfach es ist. Nirgends Verbote, hier darfst du nicht hin. Wenn du dich traust, schau nach. Dazu kommt das herrlichste Wetter. Glückspilz!

 

Schöne Lanzarote Welt und dabei bin ich noch ganz am Anfang und hab die bekannten Attraktionen noch gar nicht gesehen!

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