Rumbummeln am Golfe de Cintra

oder Pistenneugier und Sonnenanbeter…

 

1.1.26

Eine fette Wolkendecke wabert heute morgen über meine Wüstensteine hinterhalb des Golfes de Cintra. Kurzform: Zitronengolf. Nur ein kurzer, ganz kurzer Hauch von Sonne und dann ist sie wieder hinterhalb verschwunden. Ach, habe ich das gut gemacht gestern nicht so weit zu fahren. Bei blauem Himmel und herrlichstem Sonnenschein geht es los. Ich bummele und schau bei allen Pisten nach, die es da so gibt.

 

 

 

Einmal führt sie hinunter Richtung einem kleinen Wadi und etwas Grün, das andere Mal landet sie mitten in der Ebene,- das Meer ganz weit hinten. Potentielle Übernachtungsplätze werden markiert. Zu Fuß geht es immer noch ein bißchen weiter, während Brummeli auf sicherem Terrain wartet.

 

 

 

Und dann kommt wieder so ein Pistenabzweig. Ich rolle mittlerweile durch eine interessante hügelige Gegend. Die will doch erforscht sein. Bis zum Steinbruch und dahinter. Hhhhmmm – Spuren weisen weiter und der Boden ist fest genug. Schlußendlich lande ich hier oberhalb der zerklüfteten Hügel. Beide „Buchten“ werden abmarschiert und dann bleibe ich einfach.

 

 

 

Zu Fuß hinunter zur Ebene, zu dieser roten Ebene, die ich gestern gesehen hatte. Ist das gut hier. Auf einem Stein wird geträumt und am Brummeli gibts Nachmittagbrotzeit. Weiter zu rollen habe ich nicht wirklich Lust. Ein kleines erfrischendes Winderl mit heißer Sonne. Das will genossen sein. Ich bin in meinem Wüsten-Element oder sollte ich sagen wüsten Element?

 

 

 

Hatte ich nicht zu Beginn meiner Marokkozeit gesagt, ich laß mich treiben und folge dem Wind. Der kommt noch leise aus Nordost und treibt mich weiter gen Süden. Wetterfrosch munkelt von fetten Böen in ein paar Tagen. Dann sind solche Plätze nicht mehr ganz so lauschig. Und wenn ein Sandsturm kommt sowieso nicht.

Ein toller Jahresanfang irgendwo im Nirgendwo.