Plitsch, Platsch und „Heiliger“ Berg

P1010529oder Paddeln auf dem Lake Mapourika und Wandern am Franz-Josef-Gletscher ….

7.Januar

Eingepackt wie eine Flunder sitze ich in meinem Paddelboot – zu zwölft sind wir unterwegs auf dem Lake Mapourika, drei Stunden Paddeln auf dem, vom Gletscher gespeisten See, hin zu einem Kiwi-Reservat. Die bekommen wir aber leider nicht zu sehen, dazu wird zu viel geschnattert. So, wie ich ab und zu Sehnsucht nach meinem eigenen Brumm mit all seinen tollen Einrichtungen habe, so habe ich auch hier ein bißchen Sehnsucht nach meinem Wasserplatsch. Vor allem ohne Reglementierung tun zu dürfen, was ich möchte, geht mir ein bißchen ab.

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Wasser ist mein Element. Die Boote sind sehr kippstabil und ich fühl`mich wie ein Fischlein im P1010524Wasser mit Rettungspanzer. Ob Fischleins auch so etwas brauchen???? Brav folge ich dem Trupp – ich bin froh, daß ich das „Single-Boot“ gekriegt habe, so ist es ein bißchen freier – ein bißchen. Ich genieße das Dahingleiten auf dem Wasser, erst über den See und dann einem kleineren Zulauf entlang, bis zu einer Wendestelle. Es erinnert mich an die McPomm Seen nur paddeln wir hier durch Regenwald …..Viel zu schnell gehen die drei Stunden vorbei, ich habe gerade doch erst angefangen…..

(Wenn ich nochmal nach Neuseeland komme, werde ich mein eigenes Womo mitnehmen, mein Boot und mein Radl !!!)

IMG_1867Eine kleine Minibrotzeit am Parkplatz und dann höre ich den Hl. Berg rufen …. „Halleluja sag i ….luja …“ eine große Pilgerschar nähert sich ehrfurchtsvoll dem weißen Haupt des
Franz-Josef- Strau…. ah nee, Gletscher. Ja dieser Saubär hat der das bis Neuseeland geschafft … so berühmt, daß tagtäglich so 10.000 Pilger mindestens 50.000 Fotos von den weißen Zacken machen. Es ist beeindruckend, vor allem der Gegensatz von schneebedeckten Bergen, Gletscher und Regenwald. Das macht, glaub ich, diese Faszination aus.Ehrfürchtig pilger ich mit, umschwirrt von den vielen Hubschraubern, mit denen die Touris für 10 Minuten den Gletscher von oben gucken dürfen.

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Auf einer Infotafel lese ich, daß dieser Teil von Neuseeland direkt an der Kante von zwei sog. Erdplatten ist und deshalb die Südalpen jährlich so 5- 15mm wachsen.
Und mein Gewackel von gestern ist vielleicht auf so eine Bewegung der beiden „Platten“ zurückzuführen.

 

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Mich ziehts wieder ans Meer und so mache ich mich auf nach Gillespies-Beach. 11km kleinereGravelroad, die aber gut befahrbar ist. Ich schau zwar vom Womo nicht aufs Meer, aber ich kann es hören. Eine Menge Leute sind hier, aber da war ich vorgewarnt. Ich habe einen sehr guten Platz, erforsche ein bißchen die Gegend, bewundere den Mt.Cook und seinen Nachbarn, die gerade mal ihr Wolkenhütchen lüften und schaue einfach den Wellen zu. Am Meer fühle ich mich so zuhause und die Brandung ist Musik in meinen Ohren! Ein guter Übernachtungsplatz mit Sonnenuntergang und fast ganz freien Blick auf die tiefverschneiten Berge – vom Meer aus, wohlgemerkt.

(GPS: S43°24’29“ E 169°49’43“)

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