Schlamm, Matsch und ein Quad

P1010481oder vom Hari-Hari Costal Trail über Okarito zum Franz-Josef-Gletscher…

6.Januar

Was ist denn das… plötzlich wackelt mein Auto … so als ob ich über eine Holperpiste fahren würde. Dabei sitze ich noch gemütlich im Bett und trinke meinen Kaffee. Es ist so halb sieben. Hhmmm, hat die Erde Husten – ist das ein kleines Minibebchen, schießt es mir durch den Kopf. Draußen ist alles still – ich stehe alleine auf meinem Wanderparkplatz zum Hari-Hari-Costal Track.
IMG_1854Zweimal wackelt es und dann ist Ruh! Vorsichtshalber fahre ich mein Auto ein bißchen weiter vor auf den Platz und beschließe nur einen Teil des Weges zu gehen. Ganz geheuer ist mir das nicht und so lange will ich dann nicht weg sein. Es passiert aber nix mehr! Kein Erdloch und kein Höllenfeuer tut sich auf und auch die Straße ist ganz brav und glatt. Keine Dellen oder Risse ….. was war denn das?

Aber zuerst führt mich mein Weg durch tollen Regenwald am Fluß entlang bis zur Küste. Ein „grüner Frosch“ bewacht sie und ich drehe wieder um.
Mich ziehts auf feste Straße und die führt mich über Okarita zur Franz-Josef-Gletscher-Touristadt.

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Ein bisserl durch Sumpflandschaft wandern und Menschleins zusehen, die gerade mit dem Paddelboot den Fluß entlang fahren wollen. Ich frage nach, aber eine Single Person kriegt kein Paddelboot ausgeliehen. Das wäre zu gefährlich und er redet sich mit der Strömung von Ebbe und Flut raus …. die beiden die gerade aufs Wasser gelassen werden, sehen mir nicht danach aus, dass sie das besser könnten, wie ich. Ich hatte schon in Picton gehört, dass man als Single kein Paddelboot alleine kriegt. Schade! Probieren tue ich es trotzdem. Geführte Touren darf man machen….

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Auf meinem Beifahrersitz liegen zwei Prospekte …. eine geführte Paddeltour auf dem Lake Mapourika, unterhalb vom Gletscher, und eine Quadtour, durch Flüsse, Sumpf und Matsch und traumhaften Regenwald.
Und weil ich ein bißchen verrückt bin und Neuseeland einlädt verrückt zu sein, buche ich für drei Uhr diese Quadtour. Auf was hab ich mich da eingelassen …..

 

 
P1010480Wir starten erstmal ganz gemütlich mit im Kreis fahren, Slalom fahren und dann Holperpiste …. einmal kriege ich die Kurve nicht, aber mit Rückwärts und dann wieder vorwärts gehts. Dann gehts gemütlich Gravelroad und Abbiegung links in die Pampas …. Matsch, Schlamm, Wurzel, Flußdurchquerung, fette Steine, steill hinauf und noch steiler hinunter, sicherlich 70 Grad ….. puuhh … gucken, dass man nicht vom Bike runterfällt und Bike die Kurve kriegt, die man braucht ….ein verrücktes Fahrgefühl und ich muß mich total konzentrieren und hab leider viel zu wenig von der wilden Landschaft, die wir durchqueren……aber Bike schnurrt und schafft auch die allerwildesten Pisten und Schlammlöcher … normalerweise würde ich so was fast noch nicht mal zu Fuß gehen. Und im Fluß spüre ich sogar die Strömung. Wir haben Gummihosen und Stiefel an und bleiben so „sauber“! Es ist spannend und auf einer Wiese machen wir eine kleine Pause. Unser Guide ist eine vielleicht 30jährige oder jüngere Neuseeländerin, die diese Strecke mit links fährt, viermal am Tag. Wenn man das oft macht, weiß man viel besser, wie Bike auf was reagiert.

 

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Gut durchgeschwitzt kommen wir nach zwei Stunden wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Ha, jetzt weiß ich wie wildes Quadfahren geht …. so wild, brauch ich das nicht nochmal, aber am Strand entlang, dazu hätte ich nochmal Lust.

 

 

Übernachten tue ich auf einem richtig großen Camping – Top Ten Platz mit Waschmaschine und schöner heißer Dusche!
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Was für ein Tag!

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