Paddeln auf Cres

P1000273und Treffen mit alten Campingfreunden

22.-24. September

 

Habe so gut geschlafen an meinem kleinen Kiesstrand und ein gemütlicher Morgen folgt. Weiß ich ja nicht, wie es für mich wird in Baldarin. Die Sonne scheint noch ! ….und dann fahre ich mal wieder in eine grauschwarze dunkle, sehr dunkle Wolkenwand. Wieder einmal schauts fast aus, wie eine beginnende Sonnenfinsternis, wo der Tag zur Nacht wird. Nun ja, ich bin ja jetzt schon einiges gewohnt und fahre tapfer ins Auge des Zyklons, der dann doch nicht soooooo schlimm ist. In Split wars schlimmer und irgendwann hinter Starigrad am Paklenica Naturpark sehe ich in weiter Ferne ein Hauch von Blau durchschimmern. Diverse Womos begegnen mir, alle fahren gen Süden …..(aber laut Wetterbericht, ist es da auch nicht besser …ätsch!) Über Krk gehts auf die Fähre nach Cres und dies sind nun alles ausgetretene, so oft befahrene Latsch- bw. Brummstraßen und ich schnurre und schhnurre und schnurre. Spätnachmittags bin ich da.Ich werde so herzlich begrüßt von Elke und meinen „Nachbarn“ vom letzten Jahr, die jetzt auf „meinem “ Platz stehen. Und alle sind so freundlich. Ja, so ist das hier. Es fühlt sich an wie eine große Campingfamilie und jeder wird aufgenommen. P1000281Es wird gescherzt und gelacht. „Oh, da gibts Spinnen und Schlangen, auf deinem Platz und Skopione und sonstiges furchtbares Getier“, erzählen mir meine neuen Nachbarn. „Ach, da beiß ich einfach zurück!“ Ich schaue auf die “ Dorfstraße“ vom Camping. Nachmittags habe ich hier noch Sonne und meine Nachbarn nutzten diesen Platz für ihr Kaffeekränzchen. Für zwei Tage bleibe ich dort, dann will ich umziehen auf einen „Meerplatz“.

Ein gemütliches Fischessen mit Elke folgt und sie erzählt ….. ich bin ziemlich erschüttert von ihrer Geschichte…. ja manche Menschleins bekommen so einiges serviert in ihrem Leben. Sie beißt sich durch und hat Dinge für sich gefunden, die ihr helfen mit all dem umzugehen.
In der Nacht gibts Sturm, Blitz und Donner. Mein Brummeli entwickelt sich mal wieder zum Kinderwagen und es wird sehr spät, bevor ich wirklich schlafen kann.

P1000339 P1000273Aber laut Wetterbericht wird es besser!   Strahlender Sonnenschein, der durch die Pinien durchschimmert. Mit meinem Kaffebecher in der Hand und meinem Stühlchen wandere ich zu einem „Sonnenplatz“ zwischen den Steinen. Schau aufs Meer hinaus, in diese Weite.
Boot aufbauen und dann gehts hinaus. Meine Nachbarn vom letzten Jahr, Birgit und Wolfgang fahren zu ihrem „Strand“ kurz vor dem Damian, dem alten Leuchtturm am Ende der Insel. Ich „besuche“ sie und wir erzählen uns alle Neuigkeiten.

P1000353Ich will aber weiter zur Hirschbucht und meiner Lieblingsbucht, roter Sandstrand, kleine grüne Wiese, grüne Pinien und davor weiße Felsen und die blau-grün schimmernde Adria. Fast ein bißchen kitschig, aber einfach schön. Das ist die Karibik von der Insel Cres. Spätnachmittags bin ich zurück nach diversen Schwimmausflügen in dem immer noch so 21 Grad warmen Wasser. Es gibt nochmal Fisch mit Elke, weil in der Früh der Fischmann da war und mit Renates Kräutermischung und Gemüse schmeckt es einfach vorzüglich. Vielleicht kann ich langsam Fisch bruzzeln. Ein schöner Sonnenuntergang und lange sitzen wir noch bei vielen Kerzen auf den Steinen verteilt.

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Heute ist Umzugstag! Der Platz neben Elke ist frei und ich bin früh wach. Mein Boot bringe ich schon dort hin und auf dem Weg entdecke ich, das Platz 20 frei ist ….Morgensonne und nachmittags auch noch lange Sonne …. direkter Meerblick und kleine extra Terrasse. Ich möchte nicht unter dunklen Pinien stehen, auch wenn ich dort den Sonnenuntergang sehen kann. Ich bin doch ein Morgenmensch. Also strampele ich schnell nach vorne zur Rezeption und tausche meine Platznummer gegen die 20 und nicht, wie ursprünglich gedacht, die 13. Juchhuuu, ich habe wieder einen Morgensonnenplatz … oh wie schön und von meinem Bettchen im Womo kann ich wieder das Meer sehen. Das sind Heimatgefühle und Valnea an der Rezeption lacht nur, und sagt, du liebst diese Seite. Ja, das stimmt, auch wenn es ein wenig windiger hier ist.
Elke wundert sich irgendwann mal, wo ich bleibe und staunt nicht schlecht. Es ist mal wieder ein richtig lauschiger Platz. Eine kleine Bootstour mit Schwimmen folgt und dann trinken wir gemütlich bei mir Kaffee und futtern zu süßen Kuchen. Später kommt noch meine Stuttgarter Nachbarin und bringt mir selbstgebackenen Kuchen aus einem Womobackofentopf. Toll gelungen und sehr lecker. Mei, ist das lieb. Abends habe ich mich mit Birgit und Wolfgang zu einem Vino verabredet. Wir erzählen, geben uns Tipps und teilen einfach ein Stückchen Leben miteinander. Ich bin hier angekommen! Das ist Baldarin, bzw. Baldrian-Leben und Renate daheim lacht über diese “Verwechslung” und ich mit. Latzki und ich haben so oft von Baldrian geredet, dass ich manchmal nicht mehr wußte, wie es wirklich heißt.

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