Murunna – Aborigine Land bei Camel Rock

oder die Felsformation Camel Rock mit dem Frauenkopf, der vor Gefahren warnt

 

6.Dezember

 

Abenteuer Wäsche waschen, steht an. In der Früh regnet es schon mal nicht mehr das ist doch ein guter Anfang. Gestern hatte ich in Narooma die „Laundary“ gesehen, öffentliche Waschmaschinen. Früh bin ich da, pack alle Wäsche zusammen und ab in die Maschine. Eine halbe Stunde später ist sie fertig und jetzt darf sie noch im Trockner trocknen. Tja, – dürfen tut sie schon aber können…

Nach 40 Minuten komme ich wieder und alles ist noch ziemlich feucht. Nochmal 4 Dollar und nochmal warten. (Ich hätte einen anderen Trockner probieren sollen!) Komme wieder und sie ist noch immer feucht. Oh wie doof- draußen ist Schmuddelwetter…. Da hilft nur noch Leinen spannen im Womo und mit Heizung und etwas offenen Fenstern fahren. Und so wird Womo zur Trockenkammer. Abends ist das meiste trocken und der Rest flattert im Wind.

 

 

 

 

 

Ich fahre durch schönstes Küstengebiet und könnte an vielen Stellen halten, die Stichstraßen hinunterfahren und am Strand entlang wandern. Bezahlbare Übernachtungsplätze sind rar gesät. Auch für die Nationalparkplätze muß man für zwei Personen bezahlen und an den Lookouts steht „No overnighting“ und es wird heftigst mit großen Strafen gedroht.

Seen und Meer geben sich hier die Hand und über große Dämme und Brücken führt die kleine Touristenstraße 9 auf und ab der Küste entlang.

 

 

 

 

 

Camel Rock ist mein erster Halt und der Felsen macht seinem Namen alle Ehre. Auch hier ist altes Aborigine Land und Tafeln weisen auf die Bedeutung dieses Felsens hin.

 

 

Die Aborigines sehen in ihm eine Frau, die vor den Gefahren der Riffs und der Strudel im Wasser warnt. Hier wurden Zeremonien abgehalten, zu dem die sie aus vielen abgelegenen Gebieten kamen. Durch die Nähe zum Fluß und zum Meer gab es reichlich Essen und das Wasserloch war ein Platz der Frauen. Ein Gemälde erzählt von diesen alten Riten.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich dahin gehen darf und kehre bei der riesigen Pfütze wieder um.

 

Weiter geht es durch die Touriorte, die mit ihren Cafes und Andenkenläden genauso um Kundschaft buhlen, wie bei uns. Nur sind die Häuser alle ein bißchen kleiner und vor allem nicht so hoch. Bald wird es hier richtig wuseln, die Sommerferien stehen ja vor der Tür.

 

 

 

 

 

In Turo-Rock gibt es nochmal eine kleine Wanderung zu einem Felsen mit einem Natur-Swimmigpool.

Erstmal laufe ich durch abgestorbenen Krüppelwald und auf dem roten Felsen hoch oben über dem Meer grinst mich der „Pool“ lehmig braun und frech an.Pech gehabt, es regnet wieder… und nebenan der Kleinere würde im Sonnenlicht sicherlich herrlich leuchten. Und zu guter Letzt lacht die Riesenpfütze auf dem Weg und läßt die Wassertropfen tanzen.

Es regnet wieder! Zurück ins Womo!

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun habe ich wenigstens einen kleinen Eindruck von dieser Küste bekommen und kann schon verstehen, daß es das Sommerferiengebiet der Aussies ist.
Mein Übernachtungsplatz ist ein etwas abseits gelegener Rastplatz an dem Higway, schon im Bundesstaat Victoria. Wunderschön gelegen, ein guter Platz und trotz der Nähe zum Highway ruhig. Ich schau noch nach dem Wetter und ….die Sonne kommt wieder.

 

 

 

 

 

Zwei junge Engländer geben mir noch Tipps für gute Übernachtungsplätze hinter Melbourne und ich sitze windgeschützt mit offenen Hecktüren im Womo, während meine T Shirts draußen im Wind baumeln.

 

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