Messene und das Arkadische Tor

oder alte Steine, Mauerreste und Säulen der antiken Stadt

 

18.Mai

Von meinem hohen Lykaion-Platz in die Niederungen der Ebene von Megalopoli und über Schnörkelsträßchen hinüber nach Messene, der antiken Stadt mit der kilometerlangen Stadtmauer. Ein bißchen Kultur muß sein. Fotogen rolle ich durch das Arkadische Tor. Rechts und links davon die Reste der Stadtmauer.
Weiter unten der große Parkplatz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich wandere durch die große Anlage, Asclepion und das kleine Theater. Viele, viele Säulen säumen den Weg. Am Ende das große Stadion. Man kann sich vorstellen wie die Menschen den Darbietungen da unten gefolgt sind. Waren es am kleinen Theater mehr kulturelle und informative Veranstaltungen, so erzählen die Tafeln, folgte man im Stadion dem Körperkult, dem Sport und der Ertüchtigung. Nebenan ist noch eine alte Verbrennungsstelle aufgebaut. Auch im antiken Griechenland wurde gestorben und die größte Körperdisziplin konnte dies nicht verhindern.

 

 

 

 

 

Und heute?

Glauben heute unsere sog. Wissenschaftler und digitalen Tüftler, wir könnten dem Schicksal ein Schnippchen schlagen, so wie der Brandner Kasper den Tod beim Karteln bescheißt ?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es zahlt sich nicht aus und am Ende wird es eher schlimmer und der große Gott muß besänftigt werden. Er lacht über den Humor des Brandner Kaspers. „Meinst du, du kleines Menschlein, du könntest das Schicksal bescheißen und in deinem Egowahn dich über die wirkliche Natur stellen?“, höre ich ihn wispern. Das Schicksal hat kein Problem damit, nur der Mensch in seinem Wahn schafft sich so sein Leiden.

Und so hoffe ich, daß wir am Ende auch mal herzlich lachen können, wenn der ganze Humbuk, egal wie lange es noch dauert, vorbei sein wird, wenn die Hybris der sog. Wissenschaft durchschaut wird und die Menschheit bereit ist, ihre Grenzen der Machbarkeit anzuerkennen. Aber es wird wohl noch ein bißchen dauern.

 

 

 

 

 

Auf meinem Weg nach Messini komme ich an einer alten Kapelle vorbei aus dessem Gemäuer ein kleiner Eichenwald wächst. Die Stämme haben sich in das Gebäude integriert, so das der Innenraum erhalten blieb. Auch das äußere Gemäuer besteht nach wie vor.Tief in der Schlucht an einer Quelle liegt dieses Kirchlein, daneben die Taverne und natürlich ein kleiner Laden für heilige Bildchen.

Hat sich hier die Natur im Einklang mit den Hoffnungen der Menschheit einen Raum geschaffen, in der beide friedlich miteinander existieren, ohne das der eine den anderen zerstören muß?

 

Die Schnörkelstraße führt hoch hinauf und wieder hinunter.

Außerhalb der Orte ist sie anständig breit genug. Innen aber ist manchmal Jonglierkunst angesagt, vor allem dann, wenn noch Autos hier und dort parken. Brummeli schleicht durch diese Orte!

 

 

 

 

 

 

Ich habe wieder Sehnsucht nach Meer, obwohl es hier oben noch einiges anzuschauen gäbe. Aber wenn ich die eine Fingerspitze umrundet habe, komme ich nochmal relativ nah an Messini vobei und kann den zweiten Teil anschauen. Hinter Kalo Nero gibt es eine Strandstraße, die in einer Piste landet.

Links hinter einem Feld, auf schmalem Weg finde ich mein Platzerl am Meer und in der Sonne. Ein bißerl sandig, aber machbar. Brummeli steht hinter einem Busch und vor mir die Weite und die untergehende Sonne und ein bißchen Strandgestrüpp.

 

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