Eine wilde Fahrt durch die Berge von Levkada

oder vom Tourirummel des Städtchens auf Platzsuche

13.6.

 

Vertrautes Ziegengeläut, der Blick hinunter zum Meer und ein verwegener Platz nahe einer Schotterpiste. Brummeli rumpelt rückwärts ins Gelände. Die großen Steinbrocken hatte ich vorher zur Seite gerollt.

Und oh Wunder, ich stehe ohne irgendwas gerade. Erst beim zweiten Hingucken entscheide ich mich hier zu bleiben. Es ist spät geworden.

 

 

 

 

 

Ein anderer Platz war mir dann doch zu sehr im Gelände ohne Weitblick. Brummeli mußte dafür eine enge Piste hinauf schnaufen. Ein zurück gab es nicht mehr. Jaaa, so ist das, wenn man nicht vorher zu Fuß schaut. Es hätte nämlich einen viel, viel einfacheren Weg gegeben, den ich dann zurück rolle. Braves Brummeli und eine dicke Spinne kullert noch die Windschutzscheibe herunter. Hoffentlich findet sie nicht den Weg ins Innere.

 

 

 

 

 

Der Nächste in einer Kurve einer doch mehr befahrenen Straße. Schaut zwar schön aus, ist aber doof, weil zu laut. Erst denke ich noch, es geht, aber es geht nicht.  Nach Stärkung mit super leckeren Kirschen Tisch und Stühlchen wieder rein und weiter gesucht. Hoch oben auf einer Kuppe mehr oder weniger mitten auf dem Weg eine eventuelle Möglichkeit. Schöne Weitsicht, aber nicht wirklich lauschig.

Da schaue ich doch noch mal bei der Roten Erde vorbei. Park4night munkelt da etwas.  Zwei Womos tummeln sich hier und es gibt nur einen Aussichtsplatz. Ich rumpel die Piste mit Engstelle wieder zurück und lande schlußendlich hier. Eine Wendestelle gibts weiter unten, beim abgesperrten Weg zur Kapelle und auf dem dem Rückweg finde ich, dass Brummeli hier reinrumpeln kann.

 

 

 

 

 

Mittlerweile scheint die Sonne, ein leichter Morgenwind und die Ziegen haben sich wieder verkrümmelt. Ich liebe das so weit ab von allem irgendwo draußen zu stehen. Da geht einfach immer wieder mein Herz auf. Bin ich froh um Brummeli, denn mit einem „Normalen“ wäre das nie so möglich. Er macht seinem Namen Pistenkrabbler heute alle Ehre!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Levkada, diese kleine Halbinsel war mir mal empfohlen worden. Levkada, der Ort, fest in Tourihand. Hier reihen sich die Tavernen aneinander, Tourishops verkaufen ihre Ware made in China und die schmalen Gässchen bieten so manches Fotomotiv. Am Hafen dümpeln Fischerboote, im Jachthafen die Boote der Reichen und Schönen, die Festung ist nicht begehbar und an den Stränden lümmeln Sonnenanbeter auf ihren Handtüchern. Die alten Mühlen haben schon bessere Zeiten erlebt. Die kleine Treppe probiere ich besser nicht aus.

 

 

 

 

 

Auf kleinen Bergstraßen schlängel ich mich über die Insel. Es wird gebaut. Überall locken Honigverkäufer und Tavernen mit ihrem Angebot. Ja, es ist Sommer und die Saison fängt wohl langsam an. Umso schöner, dass ich hier abseits so einen ruhigen Platz finde. Dann kann ich auch wieder bei den Highlights mit vielen anderen gucken.