Ein schmales Pistensträsschen bei Murter

und dann bin ich plötzlich wieder in Bayerbach

6.9.

Ich wollte ja nur mal gucken, vielleicht eine schöne Bucht zum Bleiben. Das war wohl nicht vorgesehen. (Das Bild stammt nicht vom Strässchen – es war schmaler, winkliger und überhaupt….)

Dieses kleine Pistensträßchen hinunter bei Murter. Die möglichen Wendestellen, waren von PKW s besetzt und dann blieb noch einer einfach auf der Straße stehen. Rückwärts klein, schlängelig und bergauf zurück auf kiesig steinigem Untergrund. Braver Brummeli macht es, aber die Kuplung leidet, leidet sehr, zu gut deutsch ist am kaputt gehen. Zu unvorsichtig, Künstlerpech – was auch immer, es ist wie es ist.

Erstmal bin ich froh, dass ich überhaupt zurück komme. Dann schlafe ich eine Nacht am Meer, einer Stelle, an der ich auch abgeschleppt werden könnte. Brummeli fährt, wenn er fährt, gut. Nur das Anlassen ist mit Fingerspitzengefühl zu schaffen. Denn Anlassen geht nur bei durchgedrückter Kupplung, die sehr schwergängig ist.
Ich telefoniere mit meiner Werkstatt, die mir eine treffende Ferndiagnose gibt und entscheide mich zurückzufahren. So eine große OP lasse ich doch lieber in Deutschland machen.

Also geht es vorsichtig innerhalb von zwei Tagen zurück und innerhalb von vier Tagen, steht Brummeli mit neuer Kupplung wieder an seinem Platz. Ich habe eine tolle Werkstatt, verlässlich und ich bezahl tausend Euro weniger. Da lohnt es sich 700km zurück zu fahren. Das sind die schönen Momente, wo ich das Gute fühle und mich über die Verlässlichkeit freue.

Vielleicht hat das Ganze auch etwas Positives, weil ich mich gleich um die Wohnung kümmern kann und mit viel Glück klappt es jetzt mit dem Verkauf, zu dem ich mich endgültig durchgerungen habe. Das nehme ich aus Kroatien mit.

Anscheinend muß ich gerade loslassen lernen. All das was Bad Birnbach für mich war ist einem tiefen Veränderungsprozess unterworfen. Mich dagegen zu wehren, sinnlos. Also versuche ich so gut wie möglich mitzugehen und offen zu bleiben für den nächsten Schritt.
Wohin dann meine Reise geht – Fragezeichen, Fragezeichen, Fragezeichen.

Wir werden sehen. Kroatien hat meiner Seele gut getan – abseits von allem, einzutauchen in die Natur, viel zu schwimmen, rumzulaufen und in die Weite zu gucken. Das habe ich gebraucht und bekommen. Danke du gute Adria! Und Brummeli hat mir ein bißchen seine Grenze gezeigt. Wieder mal so, dass ich es händeln konnte. Die Verletzlichkeit meines Lebens ist mir deutlich geworden. Das was trägt, ist meine Innerlichkeit und mein Optimismus, das alles gut ausgeht. Vielleicht habe ich auch einfach so gute Beschützerleins um mich herum.

Meine innere Seelenreise und mein äußeres Reiseleben wachsen wohl immer mehr zusammen. Wo das wohl hingeht – spannend!

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