Den Bergen entlang Richtung Bolnuevo

oder Küste, zackige braune Berge und gute Gespräche

25.11.


Noch ist es dunkel draußen, die Wellen kullern über die Kiesel heran. Kleine weiße Gischtränder, die sich zwischen Sand und Stein verlieren, auflösen, nur um gleich wieder neu in der nächsten Welle zu entstehen. Der Mond hat sich mit ein paar Wolken verhüllt, die vorbeiziehen, um später der Sonne Platz zu machen, damit sie uns alle unter ihre warme Fittiche nimmt. (So zumindest mein Wetterfröschlein!)

 

 

 

 

 

Mein obligatorischer Kaffee steht neben mir und die Lichter von Bolnuevo und Mazzaron blinken in der Ferne. Das ist mein Morgen und ich liebe es so früh wach zu sein und den Wellen zu lauschen. Das „bleib noch“ war unüberhörbar.

Ich stehe hier so toll am Strand, kann zu Fuß die Gegend erforschen oder mein Stühlchen fast ins Wasser stellen. Ein Platz für Seele baumeln, abhängen, chillen oder wie man sonst so sagt. Ein Platz, um einfach da zu sein.

 

 

 

 

 

Was gibt es zu erzählen: gestern eine lange Wanderung und schöne Gespräche am Wegesrand. Da gibt es einen Weg hin zu den Bergen und den Bergen entlang bis Bolnuevo. Den unteren am Wasser von Bucht zu Bucht kenne ich ja. Also los. Die Sonne scheint.

Erst treffe ich Schweizer mit dem Radl. Sie erzählen von der Ziegenwiese, das sie offen ist und gut besucht. Wir kommen natürlich auch auf das C-Thema zu sprechen und es tut gut sich mit Gleichgesinnten auszutauschen Wir bestärken uns gegenseitig, machen uns Mut stark zu bleiben und dem massiven Druck von außen weiter zu widerstehen.

 

 

 

 

 

Das andere Päarchen, ein Südtiroler und seine deutsche Frau haben ihren Job gekündigt und sind erstmal weg. Sie haben es daheim nicht mehr ausgehalten und wollten aus dem Zirkus raus. Erstmal gondeln sie hier durch Spanien, um dann zu erkennen, welche Wege für sie weiter bestimmt sind. Sie leben Risiko, haben aber tiefes Gottvertrauen, das sie schon an die richtige Stelle gesetzt werden.

 

 

 

 

 

Ich marschiere weiter hinter den Palmen Richtung Berge und dem weißen Haus. Eine kleine Eremitage, bewohnt von jemanden der nix sagt. Alte rostige Autos zieren den Hinterhof und ich ziehe weiter bis ich gut hinunter nach Bolnuevo schaue. Erst dann drehe ich um und marschiere über Stock und Stein, alten Häuserruinen und dem Palmenstrand wieder zurück.

 

 

 

 

 

Stühlchen am Wasser bis die Sonne untergeht und ich mich in mein kuscheliges Nest verkrümmele.
Ein paar Coronanachrichten, die nix Gutes verheißen. Lockdowns stehen vor der Haustür. Tschechien ruft wieder den Notstand aus und auch Portugal beschließt Einschränkungen. In Ländern mit hoher Impfquote steigt die Inzidenz mehr und mehr. Still und leise wird die Wirkung der Impfung auf 40% herabgesetzt und auf offiziellen Seiten verschwindet der Eintrag von „keiner Impfpflicht“. Wie war das noch- Impfpflicht eine krude Verschwörungstheorie.

 

Es ist schon verrückt, wenn die dritte Impfung nicht ausreicht,  müssen wir eine Imfppflicht einführen und die bösen Nicht-geimpften sind schuld, das die Geimpften krank werden. Kreuzgeimpfte mit Symptomen gelten als Ungeimpft und erscheinen nicht in den offiziellen Zahlen. Nach 9 Monaten verliert der Impfpass seine Freifahrtschein und man gilt wieder als ungeimpft. Lange kann das nicht mehr gut gehen. Die Demos weiltweit zeigen das.


Ich bin hier gut aufgehoben am Rand der Welt, so fühlt es sich mal wieder an und eintauchen in die Natur ist Lebenselixier pur. So ist das. Mal sehen wie lange dieser Wahnsinn noch weiter geht.

 

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