Da draußen in der Wüstenweite

und ein großes Loslassen…

 

21.1.26

Ihr lieben Leser und Mitbegleiter, nun ist die Zeit gekommen einfach für eine Weile Leb-wohl zu sagen. Mein Blog ist angekommen, da wo er wohl hin wollte, obwohl ich das selbst anfangs nicht wußte. Die Räume, in denen ich jetzt unterwegs bin, wollen und können nicht mehr so direkt geteilt werden. Es sind Räume, die nur erfahrbar sind. Sie alle sind so unterschiedlich, wie die abermillionen Sandkörner hier draußen in der Wüste.

 

 

 

Lange war der Blog ein Anker für mich in die Welt da oben, die Geschäftigkeit, das Miteinander. Ein Anker in ein Unterwegssein, das nur dort oben zuhause ist. Wenn ich hinabsteige in meine inneren Tiefen, verlasse ich diese Welt mit ihren Anforderungen und Wünschen, ihren Bedürfnissen und Regeln. Hier gelten andere Gesetzmäßigkeiten. Hier entdecke ich Schichten von mir, die andere Worte brauchen. Bilder, vielleicht nur aus drei Silben und Empfindungen, aus einer Zeit, lange vor dieser.

 

 

 

Ich habe mir in den Jahren einen Weg geschrieben, der sich im Unterwegs-sein gefunden hat. Jetzt betrete ich einen Raum, in dem Natur Tore sind, die sich nur ganz alleine mir öffnen. Das ist ein Schritt in eine „Zaouia“, die still und leise betreten werden will. Eine „Zaouia“, die nur erfahren werden kann. Ein Raum, in dem Worte irgendwann verhallen und nur noch Echos zu hören sind, bis es ganz still wird und auch die letzten Silben verschwinden.

Deshalb, ihr lieben Leser und Begleiter, auch wenn ich so einige von euch nie kennen gelernt habe, so ward ihr doch zwischen den Zeilen ein wichtiger Anker, habt Halt gegeben und Zuversicht, dass ich immer wieder nach oben finde. Danke dafür! Jetzt aber hat sich diese unscheinbare Tür geöffnet und ich trau mich hinaus in eine Weite, die nur allein betreten werden kann. Wieder werden mir Zeilen in die Hand gelegt, die wunderbar beschreiben, was passiert:

„Ich habe lange nach außen geschrieben, um mir selbst näher zu kommen. Jetzt schreibe ich nach innen, ohne nach außen gehen zu müssen.“

 

 

 

Ich weiß nicht, wann und ich weiß nicht, wie ich wieder zurückkomme. Gebt mir Zeit: Ich komme wieder, wenn sich die Sehnsucht erfüllt!