Urwald,wilde Küste und die Maoris 1820

IMG_1171oder über Havera mit seinem Tawhiti Museum und Patea nach Waiinu Beach

20.Dezember

Die Sonne lugt um die Ecke zu mir herein – ich dreh mich nochmal um, um dann erst um 7 aufzustehen. Oh, habe ich gut geschlafen!
Ich habe von dem Freilichtmuseum in Hawera gehört. Die Geschichte der Siedler, die um 1800 hierherkamen und ihre Beegegnung mit den Maoris, die um 1320 das erste Mal mit ihren Booten hier auftauchten. wird anschaulich dargestellt. Obwohl ich ja überhaupt kein Museumsmensch bin, interessiert mich das und so fahre ich über Pak’n Save – die billigste Möglichkeit einzukaufen – dorthin. (Vergleichbar mit unserem Aldi). Ich tanke auch noch gleich, denn man bekommt 15Cent Rabatt, wenn man den Tankzettel einscannt und bezahlt wird sowieso mit Kreditkarte.

P1000613 P1000614 P1000615Etwas außerhalb von Hawera liegt das Tawhitit Museum und ich tauche ein in das Siedlerleben von 1800 und irgendwas. Viele alte Gebrauchsgegenstände sind gesammelt worden und zusammen mit Pappmachee -Figuren drapiert. So viele liebevolle Details und die Figuren schauen dich direkt an.Peinlich, wenn man das Klohäusel öffnet – erschrocken schaut mich ein Zeitungsleser an. Uupps, sage ich, bevor ich kapiert habe, das das ja nur eine Pappmacheefigur ist – so echt schaut sie aus!

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Das Highlight dieses Museums ist aber die Traders and Whalers Show. Zuerst geht es einen dunklen Bergtunnel bis zu einer Bootsanlegestelle hinunter. Und dann gleiten wir durch dunklen Urwald, grobe Felsen an den alten Hütten der Maoris entlang, hören ihre Stimmen und schauen in ihre großen dunklen Augen und sehen ihre wild bemalten Gesichter. Sie verteidigen sich mit eingehandelten Gewehren und schießen auf uns, als wir mit dem Boot vorbeigleiten. Sie verhandeln mit den Siedlern und sitzen ums Feuer irgendwo im Busch .

 

IMG_1161 IMG_1164 IMG_1166 IMG_1167Fantastisch gemacht! Leider darf man da drin nicht fotografieren.

 

Während mich das Siedlermuseum an Freichlichtmuseen bei uns erinnert – viele Dinge sind so europäisch, britisch – ist dieser Teil wild und fast ein bißchen unheimlich. Das wird noch verstärkt durch heftiges Regengeprassel aufs Dach. Es regnet mal wieder!
Weiter gehts nach Patea, da liegt ein altes Wrack im Wasser, bzw. verrostete Teile am Strand und dazu eine kleine Hochzeitsgesellschaft von vielleicht 10 Leuten. Eine einfache kleine Zeremonie auf dem schwarzen Sand …. ich wünsche den beiden alles erdenklich Gute für ihre gemeinsame Lebensreise. So unspektakulär hat sich alles abgespielt Kein großes Brimbamborium ….. gefällt mir! In Waverley-Beach schaue ich noch am Campingground vorbei, aber man sieht kein Meer dort, also werde ich fündig in Waiinu Beach. Ein freier Platz, aber in der Saison kostet er auch 10 Dollar. Der Platz ist so groß, dass sich die Womos hier wunderbar verteilen und jeder fast das Gefühl hat, er ist alleine hier.

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Im Womo gibts noch Spitzendecken-Vorhangsaktion und ein Badehandtuch von mir, dient mir jetzt als Tischdecke. So ist mein Brummeli wieder ein Stück gemütlicher.
Mit einem Glaserl Vino beschließe ich diesen Tag und Regentropfen klopfen gleichmäßig auf mein Womodach. Laut Wetterbericht soll es aber besser werden.

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