Sonne über dem kargen Fjell

P1030271oder über Alta hinauf zur Gargia Fjellstue

und weiter bis Laukvik

 

 

Und mit dem besserem Wetter brauche ich nicht bis Finnland zu warten …. heute morgen glasklares Fjordwasser und ziemlich blauer Himmel und warm! Schon um fünf bruzzelt mein Kaffeewasser.

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Den ersten trinke ich noch gemütlich im Bett und für den zweiten habe ich mir den Altafjord ausgesucht, mit weiten Blick über das Meer. Hier kann ich gut schreiben und lesen. Roberts Kommentar berührt mich und ich nehme ihn mit ins Fjell.

 

P1030266 P1030270Man kann ziemlich weit hinauf fahren und dann ewig oder auch nur drei Stunden durch diese karge Landschaft wandern.
Eine Hochebene durchzogen von Mooren, Bächen und kleinen Flüsschen, Steinen, ab und zu ein paar Birken und sonst nur Grasland und nix. Endlose Weite ….ein paar Wolken am Himmel und ein paar Mücken um mich rum.

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Und ich lasse meine Gedanken wandern ….
Hatte ich doch mal am Anfang von dem Glück der fetten grauen Wolken geschrieben, nämlich
“ Philosophen-Seelchen hat heute frei – schließlich liegen ja fette Wolken über dem Licht und ich kannn nix sehen! Juchhuuu, die schwarzen Schatten dürfen noch ein wenig verborgen bleiben“
so gibt es heute viel Sonne und die Schatten werden deutlicher, kriegen Konturen, wollen erkannt und benannt werden. Wenigstens für mich hier ganz alleine in der Wildnis.

 

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Es ist ein guter Weg, nix lenkt ab und mein Blick geht nach innen…. und trotzdem muß ich obbacht geben, nicht im Moor zu versinken oder zumindest nicht in diesen fetten schwarz bläulich schimmernden Baatz zu treten, im Fluß die richtigen Trittsteine zu finden, die kleinen und großen Stolpersteine zu umgehen und umzudrehen, wenn der Weg nicht mehr erkennbar ist und nur eine undefinibare Matschwiese auf mich wartet. Heute bin ich noch nicht bereit sie zu durchqueren.

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Ich wandere noch ein bißchen den Fluß entlang und aus so einem kleinen dahin plätschernden Wiesenfluß wird ein Wasserfall, der sich jäh die Felsen hinunter stürzt. Urplötzlich bricht die Landschaft ab und eine Schlucht öffnet sich. Mit Sicherheitsabstand schaue ich hinunter, ein paar Schneereste, Felsbrocken und das Gegurgel des Wassers.

 

P1030315Nach drei Stunden bin ich wieder beim Brummeli. Klaus hatte mir von der schönen Kirche in Alta erzählt, ganz neu und modern im Stil eines U-Bootes. Innen schlicht und einfach. Die möchte ich mir anschauen, aber sie möchte mir nicht ihr Inneres zeigen, denn die Öffnungszeiten sind nur von 11 -15 Uhr. Wenn ich mir schon mal eine Kirche wirklich anschauen möchte …. ich grinse! Wenigstens strahlt die Sonne sie fein an!
Meinen Übernachtungsplatz finde ich auf dem Weg nach Laukvik, hoch oben am Berg ein Parkplatz mit Weitsicht zum Meer.

 

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Die Mitternachtssonne wird wahrscheinlich für kurze Zeit hinterm Berg verschwinden. Aber um halbelf scheint sie noch warm und hell in mein Brummeli.

GPS: N 70° 06′ 22“ E 23° 21′ 47“

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