Noch ein Tag im Naturpark Playa Calblanque

oder oben in den Bergen und unten bei den Wellen

23.11.

Schöner Blick in die Weite der Welt oder Internet,  frage ich mich kurz. Ich entscheide mich für ersteres und werde heute am Morgen reichlich belohnt. Das Meer rauscht heran. Keine Surferautos.

Die Sonne geht nach der gewittrigen Nacht herrlich im Heckfenster auf. Vor mir diese wunderschöne Dünenlandschaft mit den zackigen Bergen im Hintergrund. Seelchen schwingt sich auf in die Lüfte zusammen mit den Möwen, erforscht die Seelentiefen mit verborgenen Delfinen unter Wasser. (Ich sehe sie nicht, vielleicht sind sie ja da, vielleicht auch nicht)

 

 

 

 

 

Ach ist das schön einfach so weit draußen in der Natur. Hier stößt nichts an, behindert oder begrenzt. Weite pur! Dazu Sonne die Brummeli wärmt – Momente des Glücks. Die Wellen spielen mit den Klippen, tosen sich aus und haben Freude am Naßspritzen. Lebensfreude!

 

Und ich fühle mich hier so geborgen, aufgehoben, zuhause, in mir – hier gehöre ich hin – hier irgendwo im Nirgendwo ist mein Zuhause.

Brummeli grinst nur frech, „-sag ich doch schon die ganze Zeit.“

 

 

Bevor ich am Nachmittag den einen Kilometer hierher rolle gibt es eine herrliche Wanderung entlang der Berge. Ich will ja nur mal gucken und aus dem Gucken werden drei Stunden. Zwanzig Minuten zur nächsten Bucht, sagen die Schilder. Ich biege aber erstmal ab in die Berge auf die Höhe und überblicke die ganze Buchtenlandschaft. Die drei Parkplätze und gelbschimmernder Sand gegen schwarze Berge und dunkelblauen Wasser.

 

 

 

 

 

Und dann ein bißchen durch kratzige Macchia, denn ich folge einem Trampelpfad, der sich irgendwann verliert und mit dem „Gedachten“ kraxel ich weiter hinunter zu einer Schlucht, wieder hinauf. Die Büsche gehen mir bis zur Hüfte und vorsichtig setze ich die Füße, weil ich ja nicht sehe wohin. Es geht so schnell vorwärts wie bei einer Achtsamkeitswanderung – lauschend und langsam, fühlend und konzentriert.

 

 

 

 

 

Der „richtige“ Weg geht weiter, vorbei an der Bucht und wird zu einem Pfad die Berge entlang bis zum Blick hinunter nach Cabo de Palos, der letzten Bucht bei La Manga de Mar. Durch kupferrotes Minengestein und schwarz schimmernde Eisensteine kraxel ich zu meinem Ausguckstein. Unten stehen am letzten Parkplatz die Womos – die Weißen. Sie haben dort die Annehmlichkeiten einer Stadt, für viele doch wichtig.

 

 

 

 

 

Zurück wird Brummeli umgeparkt, denn auf meinem ersten Parkplatz wuselt es kräftig. Hier ganz hinten sind wenige und mit Stühlchen in der Sonne einem guten Buch lasse ich den Tag ausklingen.

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