Grüne Slowakei und ein kleiner Badeteich

oder zurück in die Zivilisation

 

30.6.

Guten Morgen, liebe Sonne. Direkt über dem See steigst du auf und schickst die ersten Strahlen zu mir her. Kaffee und raus setzen. Uuuups, was rauscht denn da und brummt und lärmt. Der Morgenverkehr dringt durch das Laub und über die Bäume hinweg zu mir her.

Ich bin wieder in der Zivilisation. Der Menschenlärm übertönt die Natur und mit Ohropax Kaffee-schlürfen? Nein, da gibt es doch sicherlich was besseres.

 

Also zusammengepackt und ohne Morgenschwimmeli auf Blogschreibeplatzsuche. Gestaltet sich gar nicht so einfach. So viele Autos überall! Ein Platz in den Bergen wird gerade von einem Holzauto blockiert und ich höre schon die Motorsäge. Ein weiterer an einer Drecklacke von See mit vielen Mücken und schließlich lande ich hier auf freiem Feld bei einem Hochstand. Ein Hase hoppelt vor mir her. Die große laute Straße ist hinter dem Wald und vor mir eine Bergkulisse und viel freies Feld.

 

 

 

 

 

Ja, ich bin wieder in der Zivilisation und muß mich auch an normalen Alltagslärm gewöhnen, Bin ich verwöhnt von Stille und Natur, unbewohnter Weite und einen angenehmen Windhauch, der die sonnengegärbte Haut streichelt. Hier bei meinem Hochstand höre ich wieder die Vögel, Schmetterlinge flattern, Bienen surren, vielleicht auch ein paar Mücken. Vor allem aber kann ich in Ruhe den Fingern auf der Tastatur folgen.

So viel gibt es nicht zu erzählen – Rückfahrt eben! Von der Hitze der ungarischen Pampa komme ich wieder in grüne bergige Gefilde. Durch Täler und hoch hinauf. Nächster Halt ein See in der Slowakei. Ein Schwimmerli wäre mir ja sehr recht. An der Grenze ist nichts los, keine Grenzer und Zöllner, keine Fragen. Ich rolle weiter.

 

 

 

 

 

Mein See etwas abseits. Brummeli rumpelt über die Wiese und findet einen schönen Schattenplatz. Das Wasser ist warm. Vorne tummeln sich die anderen. Weiterfahren oder Bleiben? Mein Platz ist zu schön,- ich bleibe. Nach meiner alten Zeit, sprich rumänisch ist es ja schon halbsechs. Telefonieren und „chillen“ wie man auf neudeutsch sagt.

Abends kommen noch ein paar Fischer und andere. Wäre ich mal lieber weiter gefahren, jetzt ist es aber zu spät. Mit Ohropax schlafe ich ein. So höre ich weder Straße noch Geratsche. Es ist Sommer und die Menschleins genießen alle die freie Zeit irgendwo. Für mich ist es Zeit zurückzukehren und der arbeitenden Bevölkerung die Naturschönheiten zu überlassen.

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