Flohmarkt, ferne Galaxien und Warrumbungle

oder von der Stadt in die Weiten des Universums und zurück auf den Boden in Warrumbungle, dem Nationapark

26.11.

 

Lokal Market oder Flohmarkt in Coonabarabran. Ich bin früh dran und ein paar Stände sind schon aufgebaut,ein paar! Ich lade meinen Blog hoch und denke, es werden mehr, tuts aber nicht.

Und so wandere ich die Straße rauf und runter.

Verkauft werden Seile, Strickereien, Pflanzen und selbstgemachte Marmelade, ein bißerl Werkzeug und das wars, alles verziert mit weihnachtlich-kitschigen Glitzerkram.

Weiter gehts Richtung Nationalpark Warrrumbungle und auf halber Strecke biege ich rechts ab zum Siding Spring Observatory. Ein Riesenteleskop mit einem 3,9m im Durchmesser großen Spiegel und mehrere Kleine sind über das Gelände verteilt, um in die Sterne zu gucken, ferne Galaxien zu entdecken und Versuche zu starten, das Universum zu verstehen, ein Universum, das sich immer weiter ausbreitet, ein Universum in dem es noch andere, als uns bekannte Energien gibt.

 

 

 

 

Ich laß mich einfangen von diesen weiten der Galaxien, mehrere Millionen Lichtjahre entfernt. Wunderbare Bilder davon hängen an der Wand.
Man kann sonst nicht so viel anschauen, es wird gearbeitet und der größte Teil des Geländes ist für Besucher verboten. Ein herrlicher Ausblick in die Berge entschädigt und nicht weit weg, an einem Lookout, vertilge ich mein Frühstück unter den wachsamen Augen von Herrn „Raabe“.Ein kleines Stückchen kriegt er ab.

 

 

 

 

 

Nachdem ich mein Platzerl im Park gefunden habe, mache ich mich auf zu einer kleinen Wanderung. Hin und zurück eineinhalb Stunden, so erzählt mir die Rangerin. Etwas Wasser, ein Nussriegel ist immer im Rucksack und los gehts. Und aus diesen eineinhalb werden fast drei Stunden. Oh wie doof, ich habe den verkehrten Abzweig genommen und wäre doch so gerne zu diesem Lookout gekommen. Anstatt dessen stapfe ich bei 30 Grad oder wärmer den Berg hinauf. Da hinten, da schauts helller aus, da muß das sein, denke ich mir und stapfe weiter.

 

 

 

 

Irgendwann realisiere ich, dass ich verkehrt gegangen bin. Eine Stunde bergauf!!!! Ich würde ja sooooo gerne, doch noch die 2 km laufen bis zum Lookout, aber meine Beinchen sagen nein. Das Wasser ist längst ausgetrunken und die Hitze steht in diesem ausgetrockneten Flusslauf unter den noch jungen Eukalyptusbäumen. 2013 hat ein Buschbrand das Gelände fast vollständig zerstört. Man sieht noch die schwarzen Baumgerippe, aber längst ist das neue Grün da.
Brummeli wartet auf mich und dort gibts erstmal gekühltes Kokosnusswasser. Bei Aldi kann man es kaufen und es schmeckt herrlich.Der Liter ist schnell ausgetrunken.

Das war heute eine gute Lektion für mich. Ich muß bei den Wegweisern besser und genauer hinschauen und alles lesen, nicht nur die große Überschrift und ich muß mehr Wasser mitnehmen, besonders wenn es so heiß ist und zu lange Wanderungen bei der Hitze vermeiden.

 

Zuhause döse ich erstmal im Sessel und trinke alles, fast alles erreichbare, dazu noch ein paar Elektrolyte, die es auch hier im Supermarkt gibt. Ein Wasserhahn ist in meiner Nähe, also kann ich noch Wäsche waschen, die bis abends fast trocken ist. Zu großen geistigen Aktivitäten bin ich nicht mehr in der Lage. Ein paar Känguruhs hoppeln vorbei, aber auch langsam und das Gewitter verzieht sich nach irgendwo. Ich lasse zum Schlafen meine hinteren Türen auf und die Nachtkühle ist richtig erfrischend..Um 9 liege ich schon im Bettchen.

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