Eine begehbare Salzlampe – Grotte de la Grande Roc

und das kleine Felsendorf Troglodythyque de la Madeleine…

 

18.9.

 

Nebelschwaden wabern über die Dordogne. Ich stehe am Ufer – hinter mir freies Feld, der Weg und vor mir der ruhig fließende Fluß. Ein toller Platz und sicher nur etwas für die Nebensaison.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weit komme ich gestern nicht: das Museumsdorf Troglodythyque de la Madeleine will bestaunt werden. Es ist Europatag und alle Eintrittspreise auf die Hälfte reduziert. Unter einem riesigen Felsvorsprung haben die Menschen einst gesiedelt, ihre Häuser gebaut im Schutz der riesigen Felswand. Unten rauschte der Fluß, die Veziere und oberhalb schützten die Burgritter die Menschleins vor Ungemach. An alles war gedacht: Bäckerstuben, Schmiede, Raum für Heu und das Vieh. Wie es früher so war, lebte das Vieh unten und die Menschleins darüber im ersten Stock. So konnten sie die Wärme der Tiere nutzen. Kleine Gärten, die sie mit dem Wichtigsten versorgten.

 

 

 

 

 

Gemütlich wandere ich diesem „Felsendorf“ entlang, klettere hinauf zur Burg, bevor ich mich auf den Weg zu einer großen begehbaren Salzlampe mache.

 

 

 

 

 

 

 

Eine Tropfsteinhöhle Grotte de la Grande Roc, wunderbar beleuchtet, lädt zum Träumen ein. Ich bin die einzige Ausländerin und der gute Tipp der Führerin ganz hinten zu bleiben ist einfach göttlich.

So kann ich ohne „Gequatsche“ die Bilder und Formationen auf mich wirken lassen, mich umdrehen und staunen was sich hier unten in der Erde alles so tut. Eine ganz andere Welt öffnet sich. Wie tief geht es wohl noch hinab und was finden wir viel, viel weiter unten?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier am Beginn sind es kristalline Säale, die sich öffnen von Wassertropfen geformt. Was hat sich wohl im tiefen Innern der Erde geformt, da wo wir nicht so wirklich hinkommen? Welche Strukturen und Muster gibt es dort, Lebewesen, wenn ja was für welche könnten es sein ? Von den Ozeanen weiß man das es in den allertiefsten Tiefen Lebewesen gibt, die nie unser Sonnenlicht gesehen haben. Von anderen Höhlen kennt man die Grottenmolche, die ohne Licht auskommen. Gibt es ein anderes Licht, eine andere Energiequelle, die den Lebewesen zur Orientierung dienen ganz tief unten in der Erde? Was schrieb denn Jules Vernes einst in seinem Buch zum Mittelpunkt der Erde. Es gibt noch so viel Geheimnisvolles zu entdecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ab und zu fragt mich die Führerin ob alles ok ist, erklärt dann nochmal auf deutsch dies oder das oder macht mich auf besondere Formationen aufmerksam. Wie nett!!!! Ich hatte dies alles vorher auf einem Blatt gelesen. Mir ging es aber um die Schönheit der Formationen, die Erhabenheit der Natur, die solche feinen kristallinen Strukturen in einer groben Felshöhle zaubert. Spannend.

 

 

 

 

 

Mein Platzerl ist nicht mehr weit weg und ich kann den Tag gemütlich am Ufer der Dordogne ausklingen lassen.

 

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