Eine alte Festung in Poza de la Sal

und über kleine Sträßchen zum See Aguilar

7.10.


Guten Morgen in der Stille eines nicht mehr vorhandenen Sees. In der Ferne blinkt der Pico de Europe zu mir herüber, vor mir nur die grünen Niederungen der Aue, wo einst der See war. Die allerletzten Schlammreste sind weiter vorne. Was für ein gutes Plätzchen hier! Hier bleibe ich auch heute. Lang genug geschlafen habe ich schon. Nix drängt, nix muß gleich sein, einfach nur da-sein und der Welt in ihrem Irrsinn zuschauen, ohne zu sehr verwoben zu sein. Eigentlich, ja eigentlich bräuchten wir nur aufwachen. Was das aber für jeden Einzelnen von uns bedeutet ist so unterschiedlich. Jeder füllt den Begriff mit seinen eigenen Vorstellungen und Ideen, seine eigenen Gefühlen und Ahnungen. Es gibt nicht das eine Aufwachen, glaube ich. Es ist so abhängig von unserem Gewordensein.

 

 

 

 

 

Ob die Hessen und Bayern heute ihr Wachwerden an der Urne mitteilen, werden wir sehen. Vielleicht teilen sie es zu Hauf mit, aber ob diese Mitteilung dann auch wirklich gelesen bzw. gezählt wird – Fragezeichen, Fragezeichen, Fragezeichen. Noch ist die Welt fest in der Hand von Pluto, der meint seine Ideen und Vorstellungen sind die Wahrheit. Ideologie ist wichtiger als Realität und wer sich nicht dran hält, naja in früheren Zeiten hätte man gesagt, Kopf ab. Eine Welt die sich in Vorstellungen verloren hat und Menschleins, die das eigene Denken erst wieder neu lernen müssen. Was für eine Umbruchzeit. Wann werden wir erkennen, das der Nationalsozialismus – das Nazitum sich durch eine grüne perfide Hintertür wieder eingeschlichen hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Ideologie das Handeln diktiert und Werte vorschreibt, egal wie unmenschlich sie sind, was ist es dann anderes? Wenn eigenes kritisches Denken bestraft wird und gesellschaftlich unerwünscht, was ist es denn dann? Noch zu gut habe ich Wiehler vom RKI in den Ohren, der bezüglich der Impfung sagte, dies darf nie nie hinterfragt werden. Ist das unsere sog. Demokratie?

Wir werden sehen wie dieser Weltenkrimi weiter geht. Derweil verzupfe ich mich weit ab nach irgendwo, weit weg von all den Dramen und laß Seelchen hier draußen in Natur pur baumeln.

 

 

 

 

 

Was für ein schöner Tag liegt hinter mir. Ich rolle durch herrlichste Landschaft und bin mal wieder meinem Navi dankbar, das mich über die kleinsten Sträßchen leitet. So viel Weite und so viel fast Nixlandschaft. Die Felder sind abgeerntet und braun, die Gegend gesäumt von Bergen und Steinen, dazwischen Steinfelder. In Poza de la Sal gibt es eine alte Burg zu besichtigen. Steile Steinstufen hinauf, durch das Gewölbe und dann ganz oben der Weitblick tief hinunter zum Ort.

 

 

 

 

 

Ich wollte ja dort unten ja stehen bleiben, aber unmöglich. Die Parkplätze waren belegt. Also schnurrt Brummeli die kleine Straße hinauf zum großen Platz an der Burg. Ein Wanderweg führt weiter nach oben bis hin zum „Grat“ so schaut es jedenfalls von hier aus. Losgestapft und losgeschnauft. Eine Stunde teils steil bergauf. Oben ein großes Windradfeld und nix mit Grat. Die Beine sind aber ausgelüftet.

Zufrieden komme ich unten wieder an und hätte den Blick auch einfacher haben können, denn die Straße führt hier vorbei.

 

 

 

 

 

Und was für ein toller Weitblick auf einem schnuckeligen Sträßchen Richtung See. Noch ein bißchen einkaufen und dann verzupfe ich mich hier auf meinen Platz. Ein Sonntagsplatz.