Dunkle Nordkap-Felsen – lichtes Trollholmen

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oder vom Nordkap zum Trollholmsund,

dem Ilfjord bis Lebesby

 

 

 

Der Nebel ist lichter geworden… Zeit weiter zu ziehen. Die Felsen sehen ein bißchen freundlicher aus und das Meer schwappt nur leise dagegen.

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Den ersten Halt mache ich bei einem kleinem Museums-Samendorf. Wen gab es zuerst – die Hobbits oder die Samen? Ihre Erdhäuser, schauen aus, wie Hobbithöhlen und man kann wirklich drin wohnen. Jetzt ist alles zu – ist die Saison zu Ende oder nur das Wetter zu schlecht. So schlecht ist es ja auch nicht, denn erste blaue Himmelsflecken zeigen sich.
Und so steht der heutige Tag unter dem Motto … Gegensätze ….
Spielerisch und ernst, die Hobbits und der harte Überlebenskampf in dieser kalten Einöde von den Samen,
die dunklen schweren Felsen vom Nordkap und der helle Stein von Trollholmen,

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Trollholmen, vor vielen Jahren wanderten Trolle aus der Finnmark mit einem Sack voll Silber und Gold zu dem Fjord, doch sie schafften es nicht vor Sonnenaufgang den Fjord zu überqueren und so versteinerten sie, denn Trolle fürchten das Licht ….so erzählt eine lappische Legende ….

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Ich ziehe weiter und das Land wird freundlicher, die Felsen runder und das Meer schimmert tiefblau – dazwischen grüne Moorwiesen ….die Fjorde nicht mehr so steil und eng, sondern weit und die Sonne scheint….
von neblig, dunkel und kalt zu freundlich, hell und warm ….
Das ist gute Laune Landschaft!

 

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Nun fahre ich ja Richtung Osten und auch in meiner Gedankenwelt geht es um das Östliche ….

Habe ich mir gestern die Frage nach Gott gestellt, frage ich heute nach dem Nirvana …. Gott und das Nirvana, wie paßt das zusammen…. das Eine und das Nichts…
Sind dies alles auch nur wieder Gedanken-Konzepte, um etwas zu erklären, was nicht zu erklären ist ….ich kann an das Eine, wie immer man es nennen will glauben, an die Führung und gebe ich ein Stück meiner Verantwortung ab …. oder, ich glaube an diese Leere, das Nirvana, in dem sich alles auflöst, weil letztlich alles nur aus unserer menschlichen Begrenztheit gedacht und gefühlt ist, auch der liebe Gott? …

Was macht das für einen Unterschied, was bedeutet es für mein Handeln und Tun im Leben? Was bedeutet es für meine gefühlte Sinnhaftigkeit im Leben?

 

P1030474Uuupss, so tiefe Fragen, die mich beschäftigen in einer Landschaft, die dazu anregt, die nicht ablenkt, sondern in ihrer Einfachheit und Kargheit meine innere Welt zum Vorschein bringt. Ich habe Lust, mich anregen zu lassen und, um bei den Gegensätze zu bleiben, …. spinne ich jetzt oder philosophiere ich, –  und wo ist da der feine Unterschied? Und was sagen die Rentiere wohl dazu? !!

 

Ich rolle weiter durch die Landschaft und meine Gedanken und lande auf einem Platz mit Mitternachtssonnenblick! Leider schiebt sich eine kleine fette schwarze fiese Wolkenwand davor – schade !
IMG_8481 IMG_8482Ein Päärchen aus dem Ruhrgebiet steht auch hier. Und sie erzählen mir, daß sie schon seit 35 Jahren hier her fahren. Nur einmal, da waren sie in Jugoslavien und haben schlechte Erfahrunge gemacht. Das ist das zweite Mal, daß mir ein eingefleischter Norwegenfahrer davon erzählt und weiter sagt er mir, da haben sie aber Pech, denn heuer ist es ausgesprochen kalt, so war es nicht in den letzten Jahren. Tröstlich, denn ich hatte ja auch gedacht, dass es wärmer sein würde.

Spannend das mit Jugoslawien bzw. Kroatien, die heutige Tour hat mich so oft an die kroatische Küste erinnert, an Pak, die Mondinsel und an den Velebit und die Monte Negrischen Berge. Nur ist es da wärmer!!!!   Ja, der Norden und der Süden ….

Ein Tag der Gegensätze geht zu Ende und ich kuschel mich unter meine Fleecedecke!
GPS: N 70° 35′ 47“ E 26° 59′ 58“

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