Zwei Paddelseen in Andalusien

oder der Stausee bei Torre del Aguila und der See bei Penarrubia

5.und 6.10.


Guten Morgen liebe Sonne, – endlich krabbelst du über den waldigen Bergrücken hinüber zu mir. Ich habe schon auf dich gewartet und bin schon wach.

Der böige Wind ist auch wieder wach und der See schimmert türkisblau zu mir herüber. Ich stehe oberhalb neben der neuen Pinie an meinem alten Platz. Um mich herum sehr trockener Boden und der See weit weit unten.

 

 

 

 

 

Der Pfad war wieder knochentrocken und ich bau mich an gehabter Stelle auf. Drei junge Burschen versuchen ihr Glück ganz weit unten. Sie finden einen anderen Weg zurück, denn dieser war dann doch zu steil für sie. Es ist zu spät für Wasserplatsch. Ein bißchen schwimmen, dem Ufer entlang marschieren und eintauchen in dieses Türkisblau.

Die Fliegen finden das auch toll, vor allem das hier jemand steht. Gut das ich von Australien Fliegen kenne und schon ein bißchen abgehärtet bin.

 

 

 

 

 

Draußen essen geht nicht wirklich gemütlich. Sie wollen alle was abhaben. Teebaumöl und Autan nutzen nur begrenzt. Das Krabbeln an den Armen und Beinen kann ich ausblenden. Nach Sonnenuntergang sind sie weg, genau wie in Australien. Dort konnte man sie noch mit Feuerchen vertreiben. Hier wäre ein Feuerchen viel zu gefährlich.

 

 

 

 

 

Auch wenn noch ein böiger Wind am Morgen um die Ecke kommt, will ich wenigstens eine kleine Runde auf dem See drehen. Schon immer wollte ich hier paddeln. Erst als es zu schwierig wird gegen den Wind das Boot in der Spur zu halten drehe ich um. Ein schöner See, auf dem es paddelmäßig noch viel zu erforschen gäbe.

 

 

 

 

 

Es gibt da noch den anderen See vor Selvilla bei Torre de Aguila Auch hier ist relativ wenig Wasser drin, aber ich stehe direkt am Ufer. Im Frühjahr stände ich hier schon im Wasser. Es duftet nach Wasserminze und es gibt kaum eine Fliege!

Wasserplatsch wird nochmal aufgebaut und nochmal gibt es eine herrliche Runde den See entlang. Nach hinten wird er weiter und größer, gesäumt von weißer trockener Erde, den gepflügten Feldern und ein paar Felsen am Ufer.

 

 

 

 

 

Es ist ruhig, drei Womos weit verteilt, keine Fischer und so lasse ich den Tag draußen ausklingen und lausche noch einem so interessanten Gespräch über den Ukrainekrieg auf Nuoviso.

Wieder mal wird mir deutlich, wie wenig ich wirklich weiß und wie komplex dieses ganze weltpolitische Geschehen ist. Doch dazu ein andermal. Meine Gedanken dazu sind noch nicht fertig und ich will heute doch nach Portugal und da ist es abends eine Stunde früher oder morgens eine Stunde später. Diese Zeitumstellung!!

 

Und während ich das schreibe geht eine runde große Sonne direkt vor mir auf. Normalerweise sind das Sonnenuntergangsbilder, aber so taucht sie heute morgen bei mir auf.

 

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