Wieder in Portugal bei den Seen Caia und Maranhao

oder ein kleines Plätzchen auf Wiesengrund

2.11.


Ein kleiner Platz am nicht mehr vorhandenen See. Da wo einst die Fischer ihre schweren Angeln aus dem Wasser zogen, wachsen Büsche, Gras und kiesiger Seegrund wird sichtbar.

Die Pferde kamen hierher, um zu trinken. Heute müssen sie weit, weit hinunter galopieren um zu den letzten Resten des Nass zu kommen.

 

 

 

 

 

So viele Seen haben so wenig Wasser. Da denkt sich der Wettergott da muß ich doch mal ein bißchen nachhelfen und schickt ein paar Tropfen hinunter. Ich bin wieder in Portugal und hier ist es regennasser als auf der anderen Seite vom Guardino-Fluss. Das trockene Gelb der Gräser wandelt sich in saftiges Grün und auf den Feldern sehe ich so manche Matschspur.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der See Caiao bei Avis liegt malerisch zwischen großen Kullerfelsen eingebettet in eingesperrte Eichenwälder. Nur ein Weg führt hinein und endet an einem Rund mit Privado, privado. Der Blick direkt auf die Staumauer. So schön die Landschaft ist, ist es doch nicht so lauschig und so beschließe ich nach einem schönen Erkundungsgang noch weiter zu rollen. Ich glaube 2020 auf der Rückfahrt stand ich hier, als die Welt noch im Coronafieber lag, Lockdowns und Grenzsperrungen die Regel waren.

 

 

 

 

 

Ich finde mein schönes Platzerl und auch die Pferde kommen wieder vorbei. Die Sonne geht goldglühend unter. Zeit, mir es im Brummeli gemütlich zu machen. Es ist doch erst zwei Stunden früher, als wie im Sommer. Nicht acht, sondern sechs.

Der Morgen läßt lange auf sich warten. Tiefes Grau und schwere Tropfen hängen an meinem Fenster. Na gut, dann nutze ich die Zeit ein bißerl anders. Die Kanaren rücken näher und näher. Wetterfrosch du grüner Frechdachs, was sagst du denn dazu? Jippijeii, das wird guuuut, quakt er vergnügt und hüpft sein Leiterchen rauf und runter. Und es gibt so vielversprechende Plätzchen auf den Inseln. Mittlerweile ist es hell geworden. Die Vorfreude wächst! Für die Fährfahrt brauche ich noch einen Schlafsack, damit ich mich auf Deck irgendwohin verkrümmeln kann. Eine kleine Luftmatraze habe ich schon. Einchecken geht auch schon online.

 

 

 

 

 

Aber zurück zum nebelgrauen Horizont hier. Im Süden ist es besser. Brummeli, face to the nicht sichtbarer Sonne und schnurr mal weiter. Ich habe ja mittlerweile schon gelernt, das meine Plänchen das eine sind, was draus wird das andere.

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