Whanganui Inlet … ein Augenschmaus bei Flut

P1000133oder die kleine Gravel entlang

bis Anatori-River-Mouth

mit Ausflug zum Lake Otuhie

 

 

9.2.

 

P1000079 P1000083Es war ruhig auf unserem Platz, trotz der vielen Autos. Lange zieht mir noch Holzfeuergeruch in die Nase, denn meine Nachbarn in dem alten Bus haben einen Holzofen mit Kochstelle innen drin. Leider sind sie nicht sehr gesprächig, ich hätte gerne mal reingeschaut.

In der Früh strahlend blauer Himmel, leichter Wind … die Golden Bay will sich halt doch noch mal von ihrer Schokoladenseite zeigen. Ein guter Tag für das Whanganui Inlet, also die kleine Fjordlandschaft hier oben im Nordwesten der Südinsel. Besonders schön zeigt sie sich bei Flut, wenn viel Wasser drin ist und der blaue Himmel sich in ihr spiegeln kann. Ich bummele rum, denn erst ab 10 Uhr ist genügend Wasser da.
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Und dann komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Über kleine Dämme und Brücken schlängelt sich meine Gravel diesem Seengebiet entlang, mit immer wieder neuen Ausblicken auf diese Wasserlandschaft. Ein herrliches Paddelrevier, wenn da nicht die Ebbe wäre. Eineinhalb Meter Unterschied – das ist viel Wasser – sehr viel !

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Ich komme nur langsam vorwärts,nicht nur weil die Gravel langsam zu fahren ist, sondern auch, weil ich andauernd gucken und fotografieren muß. Alle Bilder, die die letzten Tage gefehlt haben hole ich heute nach. Augenschmaus pur!
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Und irgendwann öffnet sich auch der Blick zur Tasman See, die rauh, wild und mit vielen weißen Schaumkrönchen anrollt. Die Natur ist in ihrem Element und ich auch.
Am Ende beim Anatori River sehe ich meinen potentiellen Übernachtungsplatz.

Vorher wandere ich aber zum Lake Otuhie, verborgen irgendwo in den Bergen. Schlecht markiert auf einem kleinen Trampelpfad, der mehr oder weniger ein Schafsweg ist, komme ich über einen langen Umweg endlich doch an die richtige Trailstelle. Nicht lange, dann sagt man mir auf dem Schild nur, dass es dem Ufer entlang geht, dem Ufer von dem Fluss, der in diesem See endet.

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Der Pfad ist sehr schwierig auszumachen und ich geh nur so weit, bis ich diesen kleinen Sandstrand sehe. Kupferbraun ist das Wasser und viele Aale sollen hier drin schwimmen. Ich seh von oben keinen. Der Weg, der eigentlich keiner ist, ist mir dann doch zu beschwerlich und ich dreh um und gehe diesmal auch durch den Fluss. Um die Brücke zu finden, habe ich so einen großen Umweg gemacht, denn alles Land ist eingezäumt und Privatland und da soll man nicht durchlaufen. Habe ich dann doch getan.
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Jetzt kann ich mir vorstellen, wie so ein „Tramp“, also ein Wildniswanderweg ausschaut.
Kein Vergleich mit unserer Wegmarkierung in den Bergen und außerdem sollte man immer ein paar Wasserschuhe dabei habe. Barfuß über Kiesel tut mir zu weh, also trocknen später meine Schuhe in der Sonne.

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Zurück rolle ich zu „meinem Platz“ und sitze noch in der Sonne und blättere in meinen Karten. Als nächstes peile ich einen Paddelsee an und die Molesworth-Road. Ein Glas Vino unterstützt mich beim Buchstaben-sortieren und dann verziehe ich mich nach innen, begleitet von dem gleichmäßigen Rauschen der Wellen. Der Wind hat nachgelassen, so daß es nicht mehr so viel wackelt. Boah, was für ein toller Tag!

GPS: S 40° 41′ 57“  E 172° 22′ 03“

Comments (4)

  1. Elvira HN

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    Hallo Safar !

    bei Dir ist ja strahlend blauer Himmel (meistens jedenfalls)……. tolle Landschaften – bzw. „Wasser“-schaften……… 🙂
    danke für Deine Berichte, ich weiss, wieviel Arbeit das ist…..

    viele Grüsse – nach down under –
    aus dem derzeit kalten/nassen Portugal

    Elvira HN
    derzeit in Aljustrel

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      Liebe Elvira, ja das ist das tolle hier – es ist richtiger Sommer, lang hell und eben warm, auch wenn es mal bewölkt ist.
      Jetzt aber, ab Mitte Februar sollte es auch in Portugal wärmer werden – da drücke ich dir sämtliche Daumen und wenn dann die Zistrosen wieder duften ist es einfach herrlich da drüben. So manche der Klippenlandschaften hier erinnern mich an Portugal – die Algarve.
      Ich schick dir mal paar fette Sonnenstrahlen hinüber und puste ein wenig, damit die Wolken weniger werden.
      Ganz liebe Grüße dir von Safar

  2. Ulrike Lossau

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    Liebe Safar,
    natürlich verfolge ich deinen Blog hautnah und freue mich morgens beim Aufstehen immer schon darauf. Deine Zeilen erinnern mich an den Satz vom Fuchs im Kleinen Prinzen, als er erklärt, wie man sich etwas vertraut macht. Bei dieser zweiten Reise ist Neuseeland dir bereits sehr vertraut, man spürt es in jedem Wort, das du schreibst. Hoffentlich hast du dann überhaupt wieder Lust, zu uns zurück zu kommen. Du weißt, auch wir, deine Freunde, brauchen dich.
    Ich wünsche dir eine wunderschöne Zeit in Neuseeland mit tollen Erlebnissen und netten Begegnungen.
    Liebe Grüße – Ulli

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      Ach liebe Ulli, oh na klar komme ich so gerne wieder zu euch zurück – ich freu mich drauf!!!!!!!! … ja, es ist so vieles vertraut und fühlt sich gut an und ich glaube, ich mache diesmal mein Neuseeland rund – das, was letztes Jahr gefehlt hat, bekomme ich diesmal und dann ist es gut und manchmal denke ich, ich hätte euch gerne dabei – ich könnte ja mal eine Neuseelandreise planen für viele …. aber da bin ich mir nicht sicher, was die Finanzen anbelangt – auch in Europa gibt es noch soooooooo viel zu entdecken, erforschen und sehen – also es muß nicht immer nur Neuseeland sein… wir habenn ein tolles Jahr vor uns und ich mach mir hier fit für unser Mc Pomm.
      Viel Freude beim Mitreisen und viel Freude bei deinen Vorbereitungen für die doch bald kommende Saison alles Liebe von Safar

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