Nationalpark Apuseni

oder kurz vor dem „Paradies“ Padis


24.6.

Lost in Paradies, auch wenn es nur Padis heißt. Noch weiter hoch oben, noch weiter im tiefen Irgendwo. Eine Almwiese mit kreisrunden kleinen Wasserlöchern, grün bewachsen. Eine Rinderherde hinter mir und Wald drumherum.

Auf der Suche nach einem schönen Plätzchen zum Träumen lande ich abseits der Straße hier in den rumänischen Buckelwiesen.

Morgennebel wabert über das grüngelbe Gras, Vögel tapsen auf dem Womodach und es ist noch kühl. Ich schlürfe meinen Kaffee sogar mit einer Fleecedecke um die Schultern. Die Sonne geht über den Baumspitzen auf und schnell verwandelt sich die Kühle in angenehme Wärme. Geht doch!

 

 

 

 

 

Der Nationalpark Apuseni waberte durch mein buckliges Hirnkastl, das in seinen vielen Verwinkelungen auch diverse Irrwege parat hat. (Man könnte es auch Ideensalat nennen) Manches Gedachte ist wie ein Nebel, ein Mäander, eine Fatamogana, ein Möchte-gern, das nicht realisierbar ist. Manches Gedachte ist wie ein kreisrundes Wasserloch, das urplötzlich auftaucht und den Gedanken verschluckt . Anderes verkriecht sich in die Dunkelheit der Höhlen, die nur schwer erkletterbar sind.

Malerisches Umschreiben meiner Ideenpurzelbäume oder vor lauter Wald Letztere nicht mehr sehen. Ich verfranse mich in meinen eigenen Vorstellungen.

 

 

 

 


Tags zuvor war ich ja viel zu weit westlich abgebogen. So wie man auf dem Wasser Entfernungen schlecht schätzen kann (alles sieht viel näher aus, als es ist) verschätze ich mich und denke, „ooch es ist doch mal grad um die Ecke“. Pustekuchen, dieses um die Ecke, waren viele Ecken, große Ecken, weite Ecken.

Und so kurve ich endlich in die hohen grünen Berge einen wilden Flußlauf hinauf Richtung Paradies. Immer wieder locken braune Schilder zu tiefen Karstlöchern, teils schwer zugänglichen Höhlen oder Wasserfällen. Es ist schon zu spät, um eine von ihnen zu erforschen, locken tun so viele. So was nennt man dann auch Qual der Wahl.

 

 

 

 

 

So viel Wahl habe ich dann doch nicht, denn eigentlich bin ich ja auf der Rückfahrt, oder? Rückfahrt mit einem Riesenschnörkel durch dieses Berggebiet. Karte wird studiert und die Idee einmal in der Mitte durch und dann am Rand wieder zurück klingt vielversprechend. Also, los Brummeli schnurr weiter und finde diesen schönen Platz!

 

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