Lautes Gekreische – der Weisse Kakadu ruft …

oder über Coonambre nach Dubbo an den Fluß – der Weisse Kakadu gibt sich die Ehre

 

29.November

 

Ich habe wunderbar geschlafen auf meinem freien Platz da draußen im Irgedwo. Der Himmel hat sich zugezogen, es ist grau und immer wieder tröpfelt es. Die Landschaft ist eintönig – weite Felder rechts und links, hier und da ein paar Bäume und ganz im Hintergrund die Berge- ich glaube die Great Dividing Range. Ich halte ein paar Mal und suche nach einen Fotomotiv, dass sich sehr schwer finden läßt. Also einfach Feld und Straße.

 

 

 

 

 

Coonambre ist ein kleiner Ort mit seinen Metall-Kakadus,der fotogenen Post und einer günstigen Tankstelle. Ein paar Gestalten lungern auf der Bank vor der Bar herum.

 

 

Ich schnurre auf dem großen Hiqhway entlang bis Dubbo, denn da ist nun endlich mein Flußplatz. Es gibt ja noch so ein paar Verschönerungs- bzw. Verbesserungsideen für mein Womo, also peile ich den Baumarkt an, werde aber nicht fündig. Die machen gerade Inventur und das Hoz, was ich suche und kleine Hohlraumdübel finde ich nicht. Bei Aldi decke ich mich nochmal mit Wasser ein. Ich brauche viel und da ist es am billigsten.

Nun könnte ich zwar noch in den Zoo gehen, der überall angepriesen wird, aber dazu habe ich keine Lust. Ich möchte die Viecherleins lieber in Natura sehen.

 

Und da geben sich doch tatsächlich Herr und Frau Kakadu, der „Sulphur-Crest Cockadoo“ seine Vorstellung.

Er sitzt hoch oben auf dem Ast und wartet. Zwischendurch putzt er sich schon mal seine Nägel. Eine ganze Schar kommt lautstark angeflogen. Er bleibt stoisch sitzen. Und dann ist sie da, eine herzliche Begrüßung, ein paar Bussis und Gefiederpflege. Und das auf dem obersten Ast eines abgestorbenen Baumes. Diese weißen Kakadus, (sie sind etwas größer als normale Papageien) sehe oder besser höre ich hier so oft mit ihrem Gekreische. Sie sind sich treu, ihr Leben lang. Und so schaue ich ihnen zu, bis es finster wird und verschiebe Blogschreiben auf den Morgen.

 

 

 

 

Vorher hatte ich noch lange mit meinen südafrikanischen Nachbarn geredet, die seit 12 Jahren in Australien leben und jetzt nur noch in ihrem Riesenbus mit Anhänger und kleinem Auto durch Australien ziehen.

 

 

Sie haben kein Haus mehr und lieben diese Freiheit und Ungebundenheit hier. Es ist schon spannend, auf den freien Plätzen treffe ich häufigst die interessantesten Menschen.

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