Ein weiterer Tag in Torreblanca

oder draußen am Meer zwischen Wellen und Wind

31.3.

 

Wilde Sturmböen fegen übers Land, das Schilf biegt sich weit hinunter und Brummeli wackelt. Erst in der Morgendämmerung fangen diese Böen an. Also nach alt bekannter Manier – face to the wind. Brummeli wird umgestellt, da weiß ich doch um die Ecke einen Platz 50m weiter. Da können die Böen übers Dach hinwegfegen, während meine Fingerchen auf der Tastatur klappern und der Wasserkessel pfeift.
Kalter Nordwind, der aber den Himmel blitzeblank putzt.

Dann kommt die Sonne hervor und diese bösen Böen verschwinden. Ist doch herrlich, was die Sonne so alles kann. Ich stelle Brummeli wieder zurück, denn auch zum Schreiben ist mein Platz schöner!!!! So nah an den Wellen, die jetzt leise anschwappen.

 

 

 

 

 

Schon gestern warme Sonne mit Restschlieren. Ein schöner Tag, Faulenzertag. Auf Stühlchen Sonne genießen, ein bißchen am Strand herumlaufen, ein bißchen Büro z.B. mein spanisches Knöllchen bezahlen. Pfui, bin wieder etwas zu schnell gefahren. Wo, keine Ahnung. Die spanischen Behörden machen es einem aber sehr einfach zu bezahlen, wenigstens etwas. Sogar ein deutschsprachiges Menü führt durch den Zahlungsprozess.

Ich genieße den Tag in der Sonne, laß Seelchen baumeln, surfe ein bißerl nach schönen Plätzen, futtere leckeres Gemüse und packe das Weltgeschehen für Momente an die Seite, obwohl es ja immer dramatischer zu werden scheint. Ich kenn das von mir, ich habe mich auch schon früher bei spannenden Filmen an den hochriskanten Szenen ausgeklinkt. Das war mir dann gefühlsmäßig zuviel. Und an der Dramaturgie konnte ich ja sowieso nix ändern.

 

 

 

 

Und manchmal sitze ich morgens im Brummeli und denke immer noch, es fühlt sich wie ein riesiger Film an. Auf irgendeiner Ebene erscheint mir das ganze Geschehen surrealistisch. Ob das nur Schutzgedanken sind, um nicht die Vehemenz des Geschehens, die Tragik und das Entsetzen zu fühlen? Vielleicht. Unsere Welt, unsere Werte und unsere Vorstellungen, davon wie die Welt so funktioniert bricht ja gerade etwas zusammen. Bei dem einen mehr, dem anderen weniger.

Wie konnte es so weit kommen, das wir eine Politikerriege haben, die sich zutiefst in Verwirrung, Unnachgiebigkeit und meiner Meinung nach Unfähigkeit verlaufen hat? Wie konnte es kommen, das unser gesunder Menschenverstand, der doch noch Ahnung von grundlegenden menschlichen Werten hat, so in die Irre geführt wird, das wir z.B.die sog. Gendersprache übernehmen und damit unsere Natürlichkeit, unser biologisches Wesen als Mann oder Frau negieren? Und wie konnte es so weit kommen, das die Menschen meinen mit Frieren für den Frieden könnten sie irgendwas erreichen?
Wie konnte es passieren, das wir so verblendet sind? Waren das nicht genau die gleichen Fragen, die meine Generation der Kriegsgeneration gestellt hat. Warum habt ihr das alles mitgemacht?

 

Jetzt habe ich eine Ahnung davon wie so etwas passieren kann und eine Nation und viele Nationen einer verblendeten Idee folgen können. Man muß nur lange genug mit drastischen Bildern und Worten Schreckensszenarien wiederholen, dazu Verwirrung schaffen, dann sind die Menschen irgendwann weich geklopft und machen mit. 

Es gibt den alten Film, Die Welle – ein Lehrstück für uns. Auf youtube sicherlich noch zu finden. Und damit noch etwas lustiges zum Abschluß kommt – hier eine Idee zur kommenden Impfpflicht, wenn sie denn kommen sollte.

 

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