Die heilige Stadt Moulay Idriss

P1070633 (2)oder der gar nicht so heilige Blick

Richtung runden Minarett

von Moulay Idriss

 

22.Februar
Und zum guten Marokkoschluss gibt es noch die heilige Stadt Moullay Idriss zum Angucken. Hoch auf zwei Bergen liegt sie und in der Mitte die große Moschee, die wir Ungläubige nur von weiten betrachten dürfen.

 

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In der Früh bekomme ich vom Campingwart ein Glas Tee gebracht, marrokan Tee mit viel Zucker und bitter. Da schmeckt mir mein Kaffee doch besser, auch wenn ich ihn mittlerweile in einer marokkan Teekanne zubereite.

 

P1070641 (2) P1070669 (3)Und weil das heute mein letzter großer Marokkotag ist, besuche ich die so heilige Stadt der Moslems – Moulay Idriss.

 

Einmal hier sein ersetzt den Gang nach Mekka und man ist von allen seinen Missetaten gereinigt und wenn man noch die heiligen Kekse (aus dem Supermarkt) kauft, dann steht einem alles Glück der Welt zu.

 

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Das erzählt mir mein selbsternannter Führer. Ohne ihn hätte ich allerdings nicht so ohne weiteres den Panoramablick und das Minarett von oben gefunden. Eng verwinkelt zwischen Häusern und auf einem Trampelpfad geht es zu den Anguck- und Fotografierstellen. und dann durch die Medinagässchen zu einem Moscheeeingangsblick. Hinein darf ich nicht.

 

P1070646 (2) P1070647 (2)Ich verabschiede meinen Führer und wandere durch die schmalen Soukgässchen hinunter zur großen Moschee. Ein großer Holzbalken verhindert, dass wir Ungläubige näher treten. Es ist ein Kommen und Gehen der Menschen hier und ich habe fast den Eindruck, dass dies hier auch einfach ein Durchgang ist.Richtige Ehrfurcht will sich nicht breit machen.
So wandere ich weiter durch das normale Marokko-Stadtleben mit seinen Eseln, seinen Cafes und kleinen Läden.

 

 

P1070653 (2) P1070657 (2)Es wird doch mittag bis ich mich auf den Weg nach Moulay Bousselham mache. Eigentlich eine einfache Strecke, aber mein Navi meint, ich sollte doch noch mal eine richtige Piste fahren. Die Straße ist kaputt, tiefe, sehr tiefe Löcher, der Asphalt in kleinen Bruchstücken und anstatt der Brücke soll ich durch den Fluss fahren.Zu tief für mich.
Also wieder zurück über viele, viele Holperschwellen, durch den Markt eines kleinen Dorfes, dem Menschengewusel, Eselskarren, Gmüsehändlern und Plastikeimernverkäufern. Dazwischen lärmende Kinder, Mopeds und Autos.
Aber irgendwann bin ich doch wieder auf einer größeren Straße und gar nicht mehr so weit weg von Moullay Bousselham. Es ist schon spätnachmittags und ich baue mich mit Blick zur Lagune auf. Hier stand ich doch schon einmal und so schließt sich der Kreis von meinem großen Marokko-Abenteuer.

 

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Wahrscheinlich werde ich erst später merken, wie intensiv diese Zeit für mich war. Ich bereite alles für Europa vor, suche noch ewig meine deutsche Simkarte und genehmige mir zwei Gläser von meinem marrokanischen Rotwein.
Mittlerweile regnet es und ich stell mich noch näher zum Weg hin, damit ich nicht stecken bleibe.

Das war nun eine intensive Rückfahrt, diese vier Tage – Marokko pur!

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