Der Highway SH1

P1070966auf schnellem Weg den Highway SH1

entlang bis Picton

und dann zur Whatamango-Bay

 

11.3.

 

„Es gibt doch noch so viele schöne Plätze hier und du willst einfach so weiter“, raunt der Südwestwind mir stürmisch grollend ins Ohr. Die Südinsel tobt, zetert und zeigt sich von ihrer wilden, ungestümen, fast garstigen Seite. Ein paar Tropfen erwischen mich eiskalt von hinten beim Tanken, wirklich eiskalt. Waren es gestern noch mindestens 25 Grad, so kommt das Thermometer gefühlt auf höchstens 10, wahrscheinlich so 13. „Muß das sein“, raunze ich den Wind an, der mir beim Fahren mit seinen wilden Böen einiges zu schaffen macht. Ich komme nur langsam vorwärts. Nicht nur weil ich langsam fahren muß, sondern, wenn ich schon draußen nicht rumlaufen kann, brauche ich für meine kleinen P-Pausen wenigstens eine schöne Aussicht.

 

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Und so fahre ich nochmal nach Hurunui und sehe in der Ferne mein Nape Nape mit den weißen Felsen.

Das Foto davon ist leider unbrauchbar – unscharf.
Nächster Halt – Claverly, bitte rechts aussteigen.
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Auf kleiner schmaler Straße der Bahnlinie und der Küste entlang. Bei Sonnenschein ein Traum, heute nur ein Träumchen.
Naja, und da ich ja auf die Fähre will peile ich in Kaikoura den Südstrand an.  Dort gibts einen Picknickplatz mit Internetempfang. Also buche ich für morgen, denn ich hab mal nachgezählt, nur noch 37 Tage bleiben mir ….es wurde wirklich Zeit. Das Leben hier ist irgendwie zeitlos und diesmal bummele ich viel mehr. Ich wundere mich ein wenig, wie ich das letztes Jahr gemacht habe ….

 

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Hinter diesen zackigen Kaikoura-Bergen liegt meine verwunschene Molesworth-Road. In Gedanken rattere ich sie nochmal entlang und bin froh, daß ich dort so schönes Wetter hatte.

 

Meine netten Bekanntschaften kriegen auch alle eine Mail und Denise schreibt, daß sie in Nelson ist.Ja, was mir letztes Jahr irgendwie nicht gelungen ist, geht diesmal so einfach – ich komme gut in Kontakt mit den Menschleins hier und auch das ist ein Teil, der mein Neuseeland so rund macht. Und auch, wenn ich noch nicht alles gesehen habe, kann ich gut auf die Nordinsel fahren. Ich habe viel gesehen, gefühlt und erlebt hier, viel Neues und viel Bekanntes. Ich habe die Südinsel auch mit doofen Wetter erlebt, ihre Stürme und ihre Unberechenbarkeit. Letztes Jahr hatte ich ja fast nur schönes und eher ruhiges Wetter. Auch das macht mein Neuseeland rund.

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Weiter auf dem Highway bis Picton und Whatamango-Bay. Ein vertrauter Platz und ich stehe auch wieder auf „Meinem“ mit Blick auf den braunen Ebbenmatsch. Erinnert mich das nicht an was … jaja, die Schlammlandung – puuuuh!
Im Supermarkt gabs Pilze und so gibts Kartoffelbrei dazu. Bei dem kühleren Wetter ist mir mehr nach etwas Warmen.
In meine Fleecedecke eingehüllt sitze ich mit Licht im Brumm – es wird schon um viertel nach 8 dunkel. Schnüff!! Laut Wetterbericht, soll der Wind morgen nachlassen und die Wolken wollen sogar der Sonne ein wenig Platz machen. Das wäre schön für meine Überfahrt.

GPS: S 41° 16′ 09“ E 174° 04′ 30“

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