Camino Natural del Guadalaviar

oder bei Teruel, eine wunderschöne Schluchtenwanderung

 

2o.-21.3.

Auf dem Weg in den Norden bei Teruel gibt es diesen Camino Natural del Guadalaviar und dieser Weg lockt mich.

 

Doch zuerst schnurrt Brummeli durch bergige wunderschöne Landschaft, rote Felsen, ocker Felsen und viele altive Steinbrüche.

 

 

 

 

 

 

 

 

311 km, nein keine Autobahn, sondern mittelkleine Straßen. Und so bin ich spätnachmittags oberhalb dieses Fluss Guadalaviar auf einem kleinen schiefen Parkplatz mit Blick in die Weite. Die Steinbrüche arbeiten nicht mehr und so habe ich himmlische Ruhe bis um 6. Na gut, dann trinke ich meinen Kaffee halt mit Ohropax und um halb neun ist es wieder ruhig.

 

 

 

 

 

 

 

Ich pack meinen Rucksack und Brummeli kann stehen bleiben, denn ich komme an diesen Platz zurück. Weiter unten schimmert der Stausee tief blau in der Kühle des Morgens.4 Grad sagte mein Thermometer um 6, minus 4 Grad. Ich glaube das einfach nicht. Im Brummeli ist es kuschelig. Ich habe zwar noch eine Fleecedecke um mich herum, trotzdem. Dann krabbelt die Sonne über den Horizont und mein Thermometer sagt 0 Grad. Uuuu, sagt da mein Gefühl und gleich wird es mir kalt. (nicht wirklich), aber ich ziehe dann doch die lange Hose an. Die kurze packe ich in den Rucksack, in der Sonne kann es doch recht warm werden.

 

 

 

 

Viele Stufen geht es hinunter in die bizarre Bergschlucht. Steile Felshänge die rechts und links aufsteigen und ein Camino der sich eng an dem „Restflüsschen“ entlang schlängelt. Immer wieder wechselt er von einer Seite zu anderen und jede mögliche glitschige Stelle ist mit einem Halteseil gesichert. Die Sonne krabbelt jetzt schon über die Felswandschlucht und bescheint immer wieder die eine oder andere Stelle. So hatte ich mir das gedacht und war extra nicht zu früh losgelaufen. Ich kann nämlich mittlerweile morgens auch schon herrlich bummeln.

 

 

 

 

Ein bisserl rauf und runter und dann über gesicherte Metallsteige. Unter mir das grüne rauschende Wasser, neben mir die Felswand und der silbrig glänzende Rost Andauernd könnte ich stehen bleiben und fotografieren, aber so viele Bilder passen doch gar nicht in den Blog, kräht da so eine Stimme von irgendwo in meinem Kopf. Na gut, dann mache ich nur halb so viel, das ist sowieso viel genug.

Gegen Ende des Trails wird das Flüsschen in einem kleinen Kanal abgeleitet, der immer wieder Schließen zum Regulieren hat. Der Fluß selbst wird weniger und weniger.

Hier unten bin ich nur mit mir und der Natur, den Vögeln, das Raunen der Bäume und dem Singsang des Geplätschers. Oben wird hart gearbeitet und ein LKW nach dem anderen transportiert Steine und feinsten Sand nach irgendwo. Zwei Welten nebeneinander.

Ich bin froh, dass ich in der unteren bin. Am Ende des Trails könnte man auch auf dem Parkplatz übernachten, mein oberer ist aber trotzdem schöner. Ich wandere alle Stufen wieder hinauf und geh ein Stück den Panoramaweg bis zum Brummeli, der brav gewartert hat.

 

 

 

 

 

Nach der Brotzeit ist er dran und im Sauseschritt geht es bis hinter Zaragoza nach Arguedas, dem Einstiegsort für die Bardenas Reales, ein Wüstengebiet.

Oberhalb von Arguedas hat da wieder irgendwer ein Platzerl für mich reserviert. Ich kann schon hinüber in die Weite der Wüste schauen und noch gemütlich draußen ratschen bei warmer Sonne.

 

 

 

 

Und anstatt Blog zu schreiben, verlese ich mich … naja dann mache ich das eben morgen und morgen ist heute und das heute ist auch schon fast vorbei. Die Sonne ist untergangen und wo ich stehe, erzähle ich auf der anderen Seite!

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