Entdeckertouren auf Hvar

IMG_0510und die Freude am Rumgondeln

 

17.-18.September

Ich habe trotz schiefer Ebene gut geschlafen. Ein Fischerboot tuckert gemütlich die Bucht entlang auf der Suche nach Eßbaren. Mir blinzelt die Sonne auf die Nasenspitze und nach meinen Morgenaktivitäten gehts zu dem großen Parkplatz in Vrboska, wo ich mit dem Boot ins Wasser kann. In der Saison kostet er 20 Kune, jetzt nichts mehr, wie mir ein netter deutscher Hundegassigeher erklärt. Etwas ratlos stand ich nämlich mit meinem Kuneschein in der Hand da. Er hat noch nie jemanden gesehen, der hier etwas bezahlt, außer vielleicht in der Hochsaison. Ein großer Bus lädt eine Horde Italiener zum Baden ab. Ich bring mein Boot ins Wasser und nach bewährter Methode plitsch-platsch gehts um die Halbinsel herum, am FKK-Camp vorbei, vorbei an vielen kleinen Buchten, dem verwegenen Camp M.Luka und weiter und weiter.

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Bis Starigrad ist es aber zu weit. Nach zwei Stunden drehe ich langsam um und platsche wieder zurück, diesmal schaue ich mir aber alle kleine Buchten an, schwimme hier und dort, um dann früh genug zurück zu sein. Übernachten möchte ich oben auf dem freien Platz am Berg, bei den Bienenstöcken.

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Ein traumhafter Blick erwartet mich und so mache ich es mir draußen auf meinem Stühlchen gemütlich und schau dem Sonnenuntergang zu, der sich ein wenig mit Wölkchen verschleiert. In der Ferne leises Grollen von einem Steinbruch, das dann bei Anbruch der Dunkelheit aufhört und mich mit den Sternen, dem leichten Wind und großer Weite alleine läßt. Ich höre noch ein bißchen Hörbuch , der Drachenläufer bevor ich mich ins Land der Träume verabschiede.
Die Sonne weckt mich und meinen Morgenkaffee genieße ich in dieser großen Weite. Hier ist es schön, hier könnte ich bleiben.
Ich habe aber eine Radltour vor undzwar von Starigrad über die Halbinsel bis zum hintersten Ende.

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Ich schlendere ein bißchen durch Starigard , dieser alten Hafenstadt. Am Markt gibts frisches Obst und Gemüse und am Touribüro eine Radlkarte. Etwas zu trinken, etwas zu essen ist schnell in meiner Tasche verstaut und dann gehts los. Erst auf schöner, kleiner schmaler Asphaltstraße, die dann bald zu Schotterweg wird, mal ganz gut, mal neu aufgekiest und es schlingert schon hier und da. Für so etwas bräuchte ich eigentlich richtige off-road -Reifen. Dank des „E“s vor meinem Bike schaffe ich die steilen Anstiege wunderbar.

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Rechts und links gehen immer wieder Trampelpfade zu Buchten hinunter und am Ende nur ein großer freier Platz oberhalb einer Bucht. Ist das alles, denke ich ein wenig enttäuscht. Ein kleiner Trampelpfad zwischen Brombeergestrüpp führt hinunter und dann weiter zu den Tunnelij.

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Die stammen aus dem 2.Weltkrieg und sind durch den Berg gebaut. Ich staune nicht schlecht. Ohne Taschenlampe traue ich mich aber nur ein Stück rein. Fledermäuse sollen hier hausen, so erzählen mir die beiden Schweitzer, die ich unterwegs treffe. Sie strampeln ohne E. Tapfer!!!! Es ist beeindruckend. In der Bucht gibts ein Erfrischungsschwimmerli. Meine Sandalen müssen jetzt als Schwimmschuhe herhalten, denn der Strand ist zu steinig und im Wasser sind schöne große schwarze Seeigel ….. Oh tut das gut, denn mal wieder klebe ich. Unterwegs gibts kleine orange Früchte vom Mangjistrauch… sie schmecken herrlich süß-sauer.IMG_0271 Gesehen habe ich sie schon oft, wußte aber nicht, ob sie eßbar sind. In meinem kleinen Radlprospekt sind sie beschrieben. Juchhu, wieder was dazu gelernt. Ich bin früh genug wieder da, um mir einen Übernachtuingsplatz zu suchen. In meinem Kopf geistert die „Prapatnabucht“, zu der ich ein Hinweisschild gesehen hatte. Mein Auto parke ich oben und nochmal mit dem Radl los. Vier kleine kläffende Hunde warten hinter einer Kurve auf mich. Sie sehen eigentlich süß aus. Sie kläffen und knurren was das Zeugs hält und sind schon dicht an meinen Schuhen. Ich schrei sie an und erst auf das Wort „pas“ hören sie und trollen sich, oder bin ich schon außerhalb ihrer Zone. „pas“ heißt Hund, glaube ich jedenfalls. Der Weg führt an einer Müllkippe vorbei, wieder hinauf und dann sehe ich unten Prapatna liegen. Ein paar Häuser, eine Mole , kein Parkplatz. Der Weg führt weiter und laut google maps müßte er an meinem Kircherl enden, das ich von meinem Übernachtungsplatz von vor zwei Tagen gesehen habe. Es ist mir zu weit hinunter und ich beschließe auf diesen „alten“ Platz zu fahren.. Und wieder stehe ich so wie gehabt. Die Bauern ernten gerade ihre Trauben, warten aber geduldig bis ich rückwärts den Weg hinunter zu „meinem“ Platz gerollt bin. Ein langes Erfrischungsschwimmerli folgt. Ich fühle mich, wie geduscht. Gemüse mit Gnocchi und ein bißchen Hörbuch, der Drachenläufer, runden den Tag ab. Zufrieden schlummere ich ein.

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