oder mit Sonne und Wolken in einer geschützten Ecke
31.3.-1.4.
Der erste April vorbei, die Scherze im Wind verflogen und ich stehe gegenüber von Astros, einer kleinen Stadt auf einem Hügel im Meer. Ein herrlicher Kiesstrand, der zum Bleiben einlädt. Der Weg zu meinem alten Platz führt durch ein jetzt sehr kiesig schiefes ausgewaschenes Stück Strand. Brummeli schlingert hindurch. Der andere Platz vorne bei den Bäumen ist bewohnt. Zu Fuß wird nachgeschaut, bevor ich mich wieder an alt bekannter Stelle aufbaue. Ein bißchen windig mit dicken grauen Wolken, die ab und an ihr Nass aufs Womodach trommeln, dann wieder auflockern und der Sonne kurz Zeit zum Untergehen einräumen.
Der Weg hierher über die Berge war von vielem Nass begleitet. Was soll ich denn da fotografieren oder erforschen? Drin-bleib-Wetter. Und weil alles so grau ist, fallen die ersten großen Mohnblüten besonders auf. Vorboten des Sommers, Vorfreude auf Kreta.
Am Morgen ist der Himmel mehr blau als grau, die Sonne scheint, es ist warm und ich marschiere los. Wetterfrosch hat von noch mehr Regenfällen ab Mittags gemunkelt. Also Sonne ausnützen und einfach den Strand entlang wandern. Kurz vor den ersten Häusern müßte ich durch eine tiefere Stelle waten, da wo der Fluß ins Meer mündet.
Ich schau lieber zu wie sich Flußwasser mit Meerwasser verbindet, wie beide umeinander tanzen, sich im Strudel fest umarmen, in die Tiefe sinken, um irgendwo als Tropfen wieder zu erscheinen. Letzteres sehe ich natürlich nicht. Ich genieße die Sonne, die Wärme – so kann es doch bleiben.
Die Bewohner vom Baumplatz sind weg und die Blätter und Büsche wispern komm zu uns. Hier kannst du noch in der Sonne draußen sein, weil wir den Wind aufhalten. Dann habe ich schon die doofe Kiesstelle hinter mir, denke ich und es kann regnen und sonst was, hier bin ich ein bißchen geschützter.
Und so wird Stühlchen in die Sonne gestellt und ich schau mir mal meine ersten Schritte auf Kreta an, markiere interessante Stellen und merke wie Freude aufkommt. Das Wetter wird mitspielen, dieses so gräßliche Tief hört irgendwann auf und laut Wetterfrosch soll es auf Kreta auch nicht mehr regnen. Dann kann er ja endlich wieder hervorkommen und auf seiner Leiter rumhüpfen, Fliegen fangen und ich Neuland erforschen.
Abends gibts dann wieder Astrotalk, wie passend gegenüber dem Ort Astro. Und der fette Regen? Fette dunkelschwarze Wolken ja, Gewitterblitze aber nur ein paar wenige Tropfen. Es hat abgekühlt und heute am Morgen ist es grau, ein bißchen Niesel, aber gen Süden sind hellere Flecken erkennbar. Der viele Regen ist wohl hinter den Bergen runter gefallen. Noch einmal schlafen, dann shipper ich übers Meer.