Am hintersten Ende von Lakonien

oder Pistenkrabbeln, Gewitter und eine relativ geschützte Kiesbucht

6.Juni


Nordwindböen fetzen die Berge hinunter, kräuseliges Dunkelblau fliegt über das Wasser und Schaumkronen ziehen gen Südosten. Ich stehe geschützt auf Kieselsteinen an einem kleinen Strand. Hinter mir eine Baumreihe und rechts und links malerische Felsen. Der Pistenpfad schlängelt sich hier her. Ein guter Platz, denn Wetterfrosch hatte warnend seinen patschigen Zeigefinger gehoben. Heftige Nordwestböen und die hören auch nicht gleich auf, mahnt er.

 

 

 

 

Auf meinem Weg liegen viele Buchten, Sand oder Kies, mit Schatten oder ohne und mit vielen Brumms oder gar keinen. Alle Wege werden ausprobiert und so weiß ich von diesem Platz. Erstmal rolle ich aber weiter, vorbei an Kirchleins und Kirchen, über alte Stufen hinauf zu einer Felsenspitze und bewundere die malerischen Schwimmbuchten. Das Wasser ist warm und in dieser heißen Sonne ist jede Abfrischung eine Wohltat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da gibt es einen Platz ganz nah am Wanderweg zum Kap und da will ich hin. Mein Pistenpfad endet an einem großen Kiesstrand. Zwei Autos sind schon da. Brummeli hatte ich schon vorher an einer Wendeecke abgestellt. Vorbei an einem Olivenfeld, auf und ab.

Was liegt wohl da oben hinter dem Hain? Dieser große weitläufige offene Kiesstrand mit Womobesatzung. Danach ist Schluß, nur noch ein Trampelpfad führt weiter. Vielleicht komme ich ja von der anderen Seite näher dran, denke ich mir.

 

 

 

 

 

Zurück, den Umweg über die Berge und wieder hinunter zum Küstenweg. Ein großes Schild irgendwo noch auf der großen Straße mahnt, Camping verboten. Ich bin im Naturschutzgebiet. Mal gucken. Meine Piste endet an einem großen Rondell vor bizarren Felsen. Zu Fuß noch ein bißchen weiter. Dunkle Wolken türmen sich schon im Hintergrund, Gewitter liegt in der Luft. Also gehe ich nicht zu weit und befrag mal lieber meinen Wetterfrosch.

 

 

 

 

 

Aha, hier oben bin ich zu ausgesetzt, auch weiter vorne am Klippenstrand erwischt mich der Wind mit voller Breitseite. Also zurück über die Berge zu diesem geschützteren Platz. Auch hier kommt noch die eine oder andere Böe um die Ecke, aber eben nur die eine oder andere.

 

 

 

 

 

Die Blitze haben sich schon wieder verzogen und ich kann noch eine herrliche Runde schwimmen. Normalerweise ist ja der Nordwind kühl, aber hier weht er von heißen Felsen herunter, verfängt sich in den Bäumen und kommt immer noch aufgeheizt bei mir an.

Heiße Bora auf staubigen Pfad und türkisblaues Wasser in goldener Abendsonne!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.