Goldgräbermuseum in Rosia Montana

oder ein alter Stollen aus noch älterer Zeit…

28.8.

Aufwachen bei herrlichstem Sonnenschein auf meiner Anhöhe nahe Meziad. Dieser schöne weite Platz lädt mich nochmal zum Bleiben ein. Und langsam muß ich mich ja nordwestwärts ausrichten.

Herrlichste Ruhe hier oben und Brummeli weiß, wie er sich stellen muß, damit ich nicht aus dem Bett falle. Mondsichel und Sternleins später am Abend und nur noch eine leise Nachtkühle. Fenster sind alle weit offen!

 

 

 

 

Und wo kam ich her? Oben von meinem See, der in der Morgensonne glänzt. Ob die Schotterpiste wohl schon ganz runter in den Ort führt? Laut Karte sollte es so sein. Ist aber nicht, nicht fertig. Ein Baumstamm über dem Weg signalisiert hier geht es nicht mehr weiter. Und der andere Weg hört einfach nach der Kuppe auf und ist wirklich nur noch ein Trampelpfad. Also wieder zurück auf die große Straße und im kilometerlangen Bogen hinauf in den Ort zum Museum. Ein paar Autos, ein großer Bus, aber irgendwo passt Brummeli noch dazwischen.

 

 

 

 

Schaue ich schon so alt aus? „Das ist aber schwer, man muß sich bücken, es ist eng, kalt mit hoher Luftfeuchtigkeit,“werde ich beim Bezahlen gewarnt. So schlimm kanns schon nicht sein, denke ich mir. Ein anderer Deutscher, im Goldfieber und eine deutsche Familie sind auch dabei. Los gehts. Ewig stehen wir vor dem Eingang, lauschen dem Vortrag aber nur auf rumänisch. Keine drei Worte auf englisch, obwohl er es kann.

 

 

 

 

Viele Stufen hinunter in den Schacht und weiter bis zu einer Plattform, auf der wir auch wieder dem Vortrag lauschen. Diese Schächte stammen noch aus der Römerzeit und wurden per Hand geschlagen. Viel Gold wurde gefunden aber aus Rumänien herausgebracht. Ob nun die Römer eigene Leute brachten, um zu graben oder die Einheimischen selber ihre Techniken weitergaben, weiß ich nicht. Einer sagt so, der andere anders. Auf jeden Fall ist es eine sehr, sehr alte Mine und die Gegend ist eine Goldgegend.

Kein Wunder, das die Menschleins hoffen und suchen!

 

 

 

 

Draußen eine alte Mühle, Goldwaschwannen, Förderband und was sonst so für den Abbau benötigt wurde. In der Galerie Abdrücke von den gefunden römischen Steinen. Dann werden wir wieder entlassen. Man muß sich vielleicht wirklich für die Geschichte interessieren und vor allem das Gesagte verstehen können. Mein „Goldsucher“ macht sich auf ins Valea Arsului und hofft fündig zu werden. Die Familie zieht auch weiter.

 

 

 

 

Eine wunderschöne Fahrt durch die Berge und dem Vartop Pass hierher. Meine Rumänienexpertin schreibt mir, das man dieses Einfahrtsverbot nicht ganz zu wörtlich nehmen sollte. Im Naturpark schon, aber sonst…! Gut zu wissen für ein nächstes Mal. Dann heißt es zu Fuß erforschen und gucken, ob da ein Platzerl für mich ist.

Und wie heißt es so schön man sollte sich immer noch ein Schmankerl für ein nächstes Mal lassen!