oder nochmal zu den Delfinen und einer Seekuh
27.9.
Drei Stunden auf einem Katemeran locken mich – hinaus auf diese grüne weite Meer, dem indische Ozean. Gestern abend habe ich mir einen Platz gebucht und um 10 Uhr geht es los.
An meiner Fowlers Bucht habe ich trotz Wind gut geschlafen und bin schon viertel vor 9 in Monkey Mia. Es wird gefüttert – die Menschleins stehen auf der Brücke und am Strand und die Delfine schwimmen herum. Sie wissen genau, dass es einen Fisch zur Belohnung gibt.
Streng abgeschirmt von den Rangers – zwei Schritte dürfen wir im Wasser stehen und dann, bei der Fütterung müssen wir wieder zwei Schritte zurück gehen. Keiner darf im Wasser stehen. Sehen tut man relativ wenig, nur die Auserwählten, die einen Fisch reichen dürfen, können für einen Augenblick sehr nahe sein.
So ursprünglich und natürlich habe ich sie gestern gesehen.
Ein Riesenspektakel für uns Touris und die Delfine kommen wegen der Fische um diese vorhersehbare Zeit. Man hat es ihnen antrainiert. Erzählt wird natürlich was anderes. Die Pelikane wissen natürlich auch dass es Fisch gibt – vielleicht, vielleicht kriegt man doch was ab.
Ich frühstücke und dann gehts auf den Katermeran, diesem Segelboot mit zwei Kufen. Dugongas, Seekühe, sollen wir sehen, Schildkröten, Haie, Mantas und vieles mehr. Dungongas tauchen auf, ein Delfin und eine Schildkröte. Letztere taucht nur kurz auf und beim näher kommen, gleich wieder unter. Zu schnell für meinen Fotoapperat. Auch von den Seekühen sieht man nur den grauen Rücken.
Aber ich bin nicht wegen der Viecher hier – vielmehr macht es mir total Freude einfach so übers Wasser zu gleiten. Ich habe mir einen Platz auf einer Kufe ausgesucht und schau über das weite Meer. Es könnte auch die Adria sein, auf der ich so viele Jahre mit meinem Fritz Boot gefahren bin. Wir liebten es draußen zu sein, uns treiben zu lassen, ums Boot herum zu schwimmen und dann gemütlich nach der Brotzeit ein Mittagsschläfchen zu machen. Der Treibanker hielt die Richtung. Für drei Stunden tauche ich ein in dieses Meeresdasein und lass mich treiben.
Ja, da draußen mitten auf dem Meer, da waren wir eins und so zufrieden mit uns und der Welt. Es waren besondere Zeiten. Und so oft sagte er, mein Großvater war ein Delfin. Wir haben auch welche gesehen, sie schwammen ums Boot und wir machten Faxen mit ihnen. Einer von ihnen hielt Augenkontakt mit mir, schwamm vor unserem Boot, tauchte unter und lugte seitlich wieder hoch. Habe ich das auch gesehen?
Es war ein tolles Erlebnis, genauso wie mein Schwimmen in Neuseeland mit ihnen. Nie vergessen werde ich den Satz – wir Schwimmer sind dazu da, die Delfine zu bespaßen und nicht umgekehrt. Und hier wird erzählt man muß ganz ruhig sein,darf sich nicht bewegen. Das ist für Delfine langweilig.
Auf der Rückfahrt sehen wir noch eine Familiy auf einer „einsamer Robinsoninsel“. Es ist nur eine Sandbank und man kann zu Fuß durchs Wasser an Land laufen, so niedrig ist es hier. Trotzdem, sieht malerisch aus.
Zurück gibts ein Schwimmerli, bevor ich zu meinem Platz rolle.
Soll ich es wagen eine Nacht in so einer Bay zu stehen, in der man eine Campingpermit braucht.Man kriegt es nur für eine Nacht und keine darauf folgende.
Gestern ist kein Mensch gekommen. Ich schau nach, aber es stehen heute schon andere dort und dann wage ich es doch nicht.
Also rolle ich zurück zu meinem Bushcamp bei Hamelin Pool und bin zum Sonnenuntergang da. Ein Thorny Devil kreuzt die Straße.Ein Baum gibt mir halbwegs Windschutz – es ist böig und ich binde noch ein paar Äste zusammen, damit sie nicht am Auto schaben.
Ein wunderbarer Seetag, heute da draußen auf dem grünen weiten Meer!